Haarseife – Abseits der Drogerieregale #2

Ute’s back! Und damit ihre Gastreihe ‚Abseits der Drogerieregale‘! Nachdem im ersten Teil der Reihe die Haarwäsche mit Natron sich für sie nicht als Alternative zu herkömmlichem Shampoo behaupten konnte, hat sie sich an Haarseife herangetraut. Heute gibt es ihre Erfahrungen mit den kernseifenähnlichen Produkten.

Hier findet ihr Utes ersten Beitrag der Reihe ‚Abseits der Drogerieregale‘: Review: Haarwäsche mit Natron – Abseits der Drogerieregale #1

Bevor es losgeht, erkläre ich (hoffentlich kurz), wie Seifen hergestellt werden:

Detaillierte Informationen findet ihr auf dieser Seite (unter anderem mit einer Anleitung zur Seifenherstellung): http://www.smarticular.net/naturseifen-selbst-herstellen-eine-einfuehrung. Zusammengefasst gesagt, braucht man für die Herstellung von Seifen zwei Komponenten: Zum einen sind das Öle und/oder Fette (pflanzlichen oder tierischen Ursprungs) und eine Lauge auf Natrium- oder Kaliumbasis. Vermischt man diese, entsteht in einer chemischen Reaktion Seifenleim. In der Industrie wird dem Seifenleim eine Natriumchloridlösung beigefügt, damit sich der Leim in Kernseife und Glyzerin aufspaltet. Das Glyzerin wird für andere Kosmetikprodukte verwendet und die übrigen gebliebene Kernseife wird weiterverarbeitet zu den Seifen, die wir aus dem Handel kennen.

Im Gegensatz dazu wird bei der handwerklichen Seifenherstellung (auch Kaltverfahren genannt) der Seifenleim nicht aufgespalten. Zudem wird durch eine geringere Zugabe von Lauge, bzw. der Zugabe von mehr Öl/Fett, eine unvollständige Verseifung (Rückfettung) angestrebt. Die Seifen, die als rückfettend oder überfettet bezeichnet werden, sollen die Haut zusätzlich pflegen. Da wir uns im postfaktischen Zeitalter befinden, möchte ich der Vollständigkeit halber anmerken, dass Wikipedia zum Thema Rückfettung Folgendes zu sagen hat: „Die rückfettende Wirkung ist jedoch zweifelhaft, da diese Fette [Anmerkung: die zusätzlich dazugegebenen] bereits komplett in [der] Seife gebunden sind und sich mit dem Waschwasser wegspülen lassen. Die angeblich ‚rückfettende‘ Wirkung ist eher ein subjektives Gefühl, die eine Seife mit Fettzusatz milder erscheinen lässt, da die Seife nicht mehr zu hundert Prozent waschaktiv sein kann. Je mehr Fett die Seife bereits gebunden hat, desto weniger aggressiv wirkt sie auf die natürlichen Körperfette der Haut.“ Ihr könnt es euch nun aussuchen, ob die Seife sehr pflegend oder eure Haut einfach nicht richtig sauber ist ;-) Wenn ihr selbst mal Seife zur Reinigung von Körper, Gesicht und den Haaren oder als Alternative zu Rasiergel testen möchtet, schadet es trotzdem nicht, nach im Kaltverfahren hergestellten Seifen zu schauen, da in diesen immerhin das Glyzerin noch enthalten ist.

Sei es, wie es ist, der fertige Seifenleim wird anschließend in Blockform oder Förmchen gegossen und bis zu sechs Wochen (je nach Seife unterschiedlich) reifen gelassen. In dieser Zeit verdunstet das Wasser, und der pH-Wert sinkt auf einen hautfreundlichen Wert. Ich selbst habe noch keine Seifen gesiedet. Ganz einfach, weil ich faul war und keine Lust hatte, mich mit hunderten von möglichen Inhaltsstoffen auseinanderzusetzen und nach dem Sieden noch vier bis sechs Wochen zu warten, bis die Seife fertig ist. Da ist es einfach angenehmer, eine zu kaufen, die für meinen Hauttyp geeignet ist. Jetzt mit der Rübe ist freie Zeit sowieso nicht mehr vorhanden (das ist ein Mysterium, das ich als noch Kinderlose früher nie verstanden habe: Wie kann man keine Zeit haben, wenn man den ganzen Tag zu Hause ist? Inzwischen bin ich froh, wenn ich um 10 Uhr eine Hose a habe…).

Wie verwendet man Haarseifen?

So, nachdem ich es mal wieder geschafft habe, mich nicht kurz zu fassen, obwohl ich es vorher angekündigt hatte, geht es mit der Anwendung der Haarseife weiter. Im Internet finden sich mehrere Seiten mit Tipps, wie die Seifen optimal benutzt werden können. Auf der Seite von remstalkind (http://remstalkind.de/deine-haarseife-funktioniert-nicht/) ist, wie ich finde, eine verständliche und ausführliche Auflistung.

Zusammengefasst lässt sich sagen:

  1. Wasserhärte beachten – Hartes Wasser in Kombination mit Haarseife führt zu Kalkseife, einem öligen Film auf den Haaren und der Kopfhaut. Eine saure Spülung nach dem Waschen (wie schon im Beitrag über die Haarwäsche mit Natron vorgestellt) kann diesen Effekt verhindern oder zumindest reduzieren. Dazu eignet sich zum Beispiel Essig.
  2. Ordentlich einseifen und gründlich ausspülen
  3. Zutaten beachten – Kokosnussöl besitzt eine hohe Reinigungskraft und kann deswegen die Haare austrocknen. Palmöl, Bienenwachs und Kakaobutter können wiederum die Haare beschweren. Ätherische Öle können allergische Reaktionen hervorrufen

Bei meinen früheren Versuchen mit Haarseife trat der oben genannte Effekt der Kalkseife auf. Mein Haaransatz hatte einen seifigen Belag, den ich nur durch das nochmalige Waschen mit einem normalen Shampoo wieder entfernen konnte. Eine saure Spülung habe ich zwar zu diesem Zeitpunkt regelmäßig nach dem Waschen verwendet, aber nur für die Längen.  Selbstreflektierend wie ich nun mal bin, habe ich rumgeflucht, die Seife für schuldig befunden und nicht weiter benutzt. Im Zuge dieses Beitrags raffte ich mich jedoch nochmal auf und versuchte mich dabei an die Grundregeln zu halten. Lassen wir uns überraschen, was diesmal passiert ist…

Verwendete Haarseifen mit Bewertung:

Saling Shampoo-Seife Weizenproteine mit Schafmilch für normales bis trockenes Haar

Saling-Milchproteinseife-lieselotteloves-review-meinung-naturkosmetik-vegan-haarseife-test-blog-blogger-gut-schlecht-beste-besser-drogerie-shop-kaufen-testen-aufgebrauchtDiese Seife gibt es bei einem Biosupermarkt in unserem Ort. 125g kosten dort 5,99 Euro, im Internet findet man sie mit verschiedenen Preisen. Die Inhaltsstoffe sind wie folgt: Sodium Palmate**, Sodium Cocoate**, Aqua, Sodium Coco-Sulfate, Decyl Glucoside, Cocamidopropyl Betaine, Glycerin**, Sodium Chloride, Hydrolyzed Wheat Protein, Lanolin, Sheep Milk Powder*, Parfum // * Aus kontrolliert biologischem Anbau // ** Hergestellt mit Bio-Inhaltsstoffen

Saling-Brennesselseife-lieselotteloves-review-meinung-naturkosmetik-vegan-haarseife-test-blog-blogger-gut-schlecht-beste-besser-drogerie-shop-kaufen-testen-aufgebraucht

Von diesem Hersteller gibt es noch eine weitere Seife, die Saling Shampoo-Seife Brennnessel mit Schafmilch für fettiges und strapaziertes Haar, mit diesen Inhaltsstoffen: Sodium Palmate**, Socium Cocoate**, Aqua, Sodium Coco-Sulfate, Decyl Glucoside, Cocamidopropyl Betaine, Glycerin**, Sodium Chloride, Urtica Dioica Leaf Extract, Lanolin, Sheep Milk Powder*, Parfum, CI 77891, CI 77288 // * Aus kontrolliert biologischem Anbau // ** Hergestellt mit Bio-Inhaltsstoffen

Wie damals habe ich mir die Seife für trockenes / normales Haar geholt. Falls es für die Haare wieder nichts sein sollte, kann man sich damit ja immer noch die Hände waschen… Die Seife riecht dezent süßlich und macht einen feinen Schaum. Und das ist wichtig, denn ich liebe es, wenn ich in Schaumbergen untergehe, auch wenn dieser an sich keinen Nutzen hat :-) Ich muss gestehen: Als ich die Seife benutzt habe, hatte ich etwas Muffensausen, dass der eklige Belag nach dem Waschen wiederkommt. Jedoch habe ich todesmutig nach dem Motto „Viel hilft viel“ den Kopf eingeseift und anschließend mit einer Essigspülung (circa zwei Esslöffel Apfelessig auf einen Liter Wasser) die Längen gespült und die Kopfhaut massiert.

Als die Haare dann trocken waren, war ich positiv überrascht: Es gab keinen schmierigen Film auf den Haaren. Der Ansatz war fluffig weich, aber nicht beschwert, und die Haarlängen gepflegt. Die Haarspitzen waren noch trocken, aber da habe ich auch keine Wunder erwartet. Ich hatte auch das Gefühl, dass meine Haare nicht so schnell nachfetteten und wollte eigentlich warten, wie lange ich die nächste Wäsche hinauszögern kann. Leider hat mir die Rübe einen Strich durch die Rechnung gemacht und mich angeniest während er die Backen mit schmackhaftem Süßkartoffel-Kohlrabi-Brei vollhatte. Das zeigen die in der Hipp-Werbung auch nie… Durch diesen Zwischenfall, der etwa einmal täglich vorkommt, hatte ich die Möglichkeit, die zweite Seife zu testen. Tusch und Applaus für:

Dr. Bronner’s 18-IN-1 Naturseife Zitrus-Orange

Dr-Bronner's-Bronners-Bronner-18in1-lieselotteloves-review-meinung-naturkosmetik-vegan-haarseife-test-blog-blogger-gut-schlecht-beste-besser-drogerie-shop-kaufen-testen-aufgebrauchtIch höre schon Reich-Ranicki aus dem Jenseits rufen: „Ein schlechter Beitrag“, ein fürchterlicher Beitrag“, denn schließlich heißt diese Reihe doch ‚Abseits der Drogerieregale‘ und nun komme ich mit Dr. Bronner’s an. Vermutlich fand jetzt keiner den Witz mit Reich-Ranicki lustig. Auch egal, zumindest wurde der Bildungsauftrag für heute erfüllt. Die Seife gibt es tatsächlich in der Drogerie und zwar bei Müller. Es gibt unterschiedliche Größen, die kleinste hat 60ml Inhalt und kostet 3,99 Euro. Diese habe ich mir geholt, da die Menge optimal zum Testen ist.

Dr. Bronner’s 18-in1 Seife ist anscheinend, wenn man sich den Auftritt im Internet anschaut, eine ökologisch korrekte, vegane, Fairtrade, all-you-need-is-love Seife, die man für alles Mögliche benutzen kann. Es gibt auch noch feste Seifen und die sogenannte ‚Sugar Soap‘, diese sind aber nur zur Körperreinigung gedacht.

Meine Seife hat folgende Inhaltsstoffe (es lebe Copy+Paste!): Aqua, Potassium Cocoate (Verseiftes Kokosöl*‡), Potassium Palm Kernelate (Verseiftes Palmkernöl*‡), Potassium Olivate (Verseiftes Olivenöl*‡), Glycerin*, Citrus Aurantium Dulcis Peel Oil (Süssorangenschalenöl*), Potassium Hempate (Verseiftes Hanföl*), Potassium Jo¬jobate (Verseiftes Jojobaöl*), Citrus Limon Peel Oil (Zitronenschalenöl*), Citrus Aurantifolia Oil (Limonenöl*), Citric Acid (Zitronensäure), Tocopherol (Vitamin E), Limonene◊, Citral◊, Linalool◊ // * Aus kontrolliert biologischem Anbau     // ‡ Fair Trade zertifiziert // ◊ Aus natürlichen ätherischen Ölen

Wer jetzt nicht der Fan von Zitrusfrüchten ist: Die Seife gibt es in allen möglichen Ausführungen (u.a. Pfefferminze und Teebaumöl) und eine sensitive, die auch für Babys geeignet sein soll. Die Seife hat eine sehr flüssige, fast schon wässrige Konsistenz und riecht wie Ahoi-Brause mit Zitronen- und Orangengeschmack. Bis heute habe ich nicht verstanden, wieso Naturkosmetik immer künstlicher riecht als die konventionelle. Aufschäumen lässt sich die Seife überhaupt nicht, da bin ich mal gespannt, wie ich das in den Haaren verteilen soll… Erstaunlicherweise lässt sich die Seife doch gut aufschäumen und verteilen. Der starke Eigengeruch verfliegt sehr schnell und dann riecht es eigentlich nach gar nichts, beziehungsweise nur dezent seifig. Wie auch schon beim vorherigen Test habe ich danach eine saure Spülung benutzt. Das Ergebnis war so na ja. Die Haare waren sauber, aber für mich war die Reinigungswirkung anscheinend zu stark, da die Längen trocken und leicht verklettet waren. Die Kopfhaut schien auch nicht so ganz glücklich zu sein, da sie nach etwa zwei Tagen zu jucken begonnen hat. Wenn man unterwegs ist und nur wenig Gepäck mitnehmen kann, ist diese Seife eine Alternative, aber im Alltag würde ich sie nicht nochmal nehmen. Ich werde sie jetzt noch nicht beim Duschen aufbrauchen, da 18-in-1 förmlich nach weiteren Versuchsreihen schreit.

CocoBee von Steffis Hexenküche

Steffis-Hexenküche - CocoBee-lieselotteloves-review-meinung-naturkosmetik-vegan-haarseife-test-blog-blogger-gut-schlecht-beste-besser-drogerie-shop-kaufen-testen-aufgebrauchtDiesen Onlineshop (https://www.steffis-hexenkueche.com/) habe ich beim Stöbern gefunden. Er bietet unter anderem selbstgemachte Seifen und Shampoo Bars an. Da immer nur eine bestimmte Menge auf einmal produziert wird, kann es sein, dass der gewünschte Artikel nicht verfügbar ist. Hier lohnt es sich öfters reinzuschauen. Es gibt auch eine Liste, welche Artikel aktuell vorhanden sind mit Direktverlinkung zu dem Produkt. Viele Produkte sind vegan und es werden auf Silikone, Erdölprodukte, Parabene, Palmöl und Tierversuche (außer vielleicht bei der Seife für Hunde ;-) ) verzichtet. Es wird soweit wie möglich versucht, Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau zu verwenden.

Aus der Fülle an vorhandenen Haarseifen habe ich mir die CocoBee mit 50g für 3,30 Euro bestellt. Die Beschreibung war nämlich sehr vielversprechend: „Besonders gut geeignet bei trockener, juckender Kopfhaut, ‚strohigen‘ und strapazierten Haaren und empfindlicher Haut des restlichen Körpers. Die Erfahrung zeigt, dass besonders lange, dicke und lockige Haare anschließend sehr gepflegt aussehen, sich geschmeidig anfühlen und die Locken schön fallen.“ Inhaltsstoffe: Natives Olivenöl extra, BIO-Kokosmilch, Traubenkernöl, Babassubutter, Jojobaöl, Avocadoöl unraff. grün aus kbA, Mangobutter, Rizinusöl, BIO-Pflaumenkernöl, BIO-Honigextrakt, Zitronensäure

Ja, wenn das kein Sechser im Lotto ist: trockene, juckende Kopfhaut und lockige Haare (die sind von Natur aus ja immer etwas trockener). Die Seife lässt sich eher schlecht in der Hand aufschäumen, der Schaum ist sehr kompakt. Leichter geht es, wenn man sie über die nassen Haare streicht und dort aufschäumt und verteilt. Sie hat keinen prägnanten Geruch, sondern riecht nur leicht süßlich. Beim Auswaschen hatte ich den Eindruck, dass der Film auf den Haaren nicht so stark war wie bei Saling und Dr. Bronner’s. Vielleicht liegt dies am fehlenden Palmöl, das ja die Haare beschweren kann. Als die Haare trocken waren, war ich doch schwer begeistert: Die Kopfhaut zickt nicht rum, Ansatz super, Locken sind definiert und gepflegt und selbst die Haarspitzen fühlen sich nicht ganz so trocken an. Für Lockenköpfe genau das Richtige, für feinere Haare könnte es aber zu viel des Guten sein.

Färbe-Shampooseife Henna ROT von Steffis Hexenküche

Steffis-Hexenküche-Färbeseife-Henna-Rot-lieselotteloves-review-meinung-naturkosmetik-vegan-haarseife-test-blog-blogger-gut-schlecht-beste-besser-drogerie-shop-kaufen-testen-aufgebrauchBei meiner Bestellung war eine kostenlose Probe dieser Seife dabei (vielen Dank dafür!). An sich sind meine Haare braun, haben aber einen rötlichen Schimmer, sodass diese Seife auch für meine Haarfarbe geeignet ist. Zudem habe ich im unteren Drittel der Haare noch Altlasten vom Färben mit Henna, sodass ich direkt vergleichen kann, wie stark die Seife färbt. Aber nun erst mal zu den Inhaltsstoffen: Olivenöl EXTRA-nativ, Wasser, Avocadoöl, Rizinusöl, Traubenkernöl, Distelöl, Jojobaöl, Hennapulver*, Kurkumapulver*, Rhabarberwurzelpulver*, Weizenprotein, Alginat (pflanzliches Verdickungsmittel), Mischung ätherischer Öle* // * Aus kontrolliertem biologischen Anbau (kbA) // * Die Mischung der ätherischen Öle besteht aus wenigen Tropfen folgender Öle: Salbeiöl, Lemongrasöl und Lavendelöl.

Generell pflegt Henna strapaziertes Haar, gibt Volumen und beruhigt gereizte Kopfhaut. Früher habe ich regelmäßig farbloses Henna benutzt und war sehr angetan von der Wirkung. Das muss man aber mögen, denn die Pampe sollte man locker eine Stunde auf dem Kopf lassen und man riecht mehrere Tage noch nach Heu (der Marketingexperte würde von einer würizgen, Kräuternote sprechen). Wie schon bei CocoBee lässt sich die Seife auf der Hand eher schlecht aufschäumen, weshalb ich sie über die nassen Haare streiche und anschließend aufschäume und verteile. Am Anfang riecht es leicht nach Salbei, der Geruch verfliegt aber schnell. Der Ansatz war auch hier direkt nach dem Ausspülen weniger belegt als bei der Seife von Saling und Dr. Bronner’s. Die Haare sind sauber und gepflegt, wenn auch nicht so stark gepflegt wie bei CocoBee. Dafür habe ich den Eindruck, dass sie mehr Volumen haben. Die Haare sind von nach drei Wäschen noch nicht roter geworden, das hätte mich aber auch gewundert, schließlich lässt man beim Färben mit Henna die Farbe 30 bis 60 Minuten einwirken. Ich werde einen Langzeittest machen und anschließend berichten :-)

Fazit meiner Versuchsreihe mit Haarseifen:

Titelbild Haarseife-lieselotteloves-review-meinung-naturkosmetik-vegan-haarseife-test-blog-blogger-gut-schlecht-beste-besser-drogerie-shop-kaufen-testen-aufgebrauchtIch bin froh, doch nochmal der Haarseife eine Chance gegeben zu haben, da die Pflegewirkung sehr gut ist und ich auch nicht mehr Zeit benötige als beim Waschen mit Shampoo. Zudem freut mich als kleiner Öko, dass ich eine verpackungsarme Alternative zum herkömmlichen Shampoo gefunden habe. Einziger Wermutstropfen ist, dass ich auf die saure Spülung aufgrund der Kalkseife angewiesen bin. Auf Reisen werde ich dann vermutlich doch auf flüssiges Shampoo zurückgreifen müssen. Vielleicht sind die Shampoo Bars auch super, von denen werde ich in einem kommenden Beitrag berichten (Oh, dieser Cliffhanger! Ich könnte glatt Drehbücher für ‚Game of Thrones‘ schreiben…).

Noch ein Tipp zum Schluss: Die Seife sollte nach der Benutzung so gelagert werden, dass sie gut von allen Seiten trocknen kann. Dafür bieten sich Luffaschwämme (diese seht ihr auf den Bildern) oder Seifenschalen, bei denen die Seife erhöht liegt, an.

Feierabend! Und was macht ihr jetzt? Erstmal Seife suchen oder seid ihr komplett traumatisiert? Mögt ihr Schaum auch so sehr wie Lieselotte und ich? Erzählt es uns!

Weitere Beiträge von Lieselotte und Ute:

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21 Kommentare zu „Haarseife – Abseits der Drogerieregale #2

  1. Hallo Ute!

    Erstmal: Ich finde diese Beitragsreihe super :) Ich wollte nämlich auch genau sowas demnächst irgendwann mal ausprobieren und jetzt spare ich mir das durchtesten. Vielen Dank dafür!

    Dann noch ein paar Anmerkungen, die mir im Laufe des Artikels eingefallen sind:
    – Wenn man die Herstellung nicht lesen will, dann kann man sie bestimmt gut überspringen. Die Zwischenüberschriften sind ja gut hervorgehoben :)
    – Aus naturwissenschaftlicher Sicht wird wirklich nur die Reinigungsleistung herabgesetzt. Rückfettend wäre es eher, wenn nach der Reinigung wieder Fett auf den Haaren verteilt werden würde. Diesen Effekt, dass ein Shampoo milder ist, sollte man aber auch erreichten können, indem man es einfach mit Wasser streckt.
    – Dr. Bronner’s gibt es auch bei dm. Für die, die leider keinen Müller in der Nähe haben ;)
    – Weißt du zufällig, ob die Produkte von Steffi’s Hexenküche irgendwie geprüft sind, auf hautverträglichkeit und so?
    – Es gibt wohl in manchen Reformhäusern Henna-Balsam, dass man nach dem Waschen auf die Haare geben kann. Hab aber selber keine Erfahrungen damit gemacht, es nur mal in einem Video gehört.
    – Kann man auch ’normale‘ Spülung verwenden, nach der Haarseife? Anstelle der Essigspülung? Meine Haare sind in der unteren Hälfte blondiert und brauchen ein bisschen mehr Pflege…

    Generell mag ich natürlich Schaum :) So gerne, dass ich den Schaum-Seifenspender mit einer Mischung aus Nachfüll-Flüssighandseife(ja, Seifenstücke sind bestimmt umweltfreundlicher, aber in einer WG nicht praktikabel) und abgekochtem Wasser auffülle.
    Auf den Bericht zu den Schampoo-Bars freue ich mich schon sehr :D

    Viele Grüße, auch an die liebe Lieselotte
    Becca

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  2. Hallo Ute!

    Erstmal: Ich finde diese Beitragsreihe super :) Ich wollte nämlich auch genau sowas demnächst irgendwann mal ausprobieren und jetzt spare ich mir das durchtesten. Vielen Dank dafür!

    Dann noch ein paar Anmerkungen, die mir im Laufe des Artikels eingefallen sind:
    – Wenn man die Herstellung nicht lesen will, dann kann man sie bestimmt gut überspringen. Die Zwischenüberschriften sind ja gut hervorgehoben :)
    – Aus naturwissenschaftlicher Sicht wird wirklich nur die Reinigungsleistung herabgesetzt. Rückfettend wäre es eher, wenn nach der Reinigung wieder Fett auf den Haaren verteilt werden würde. Diesen Effekt, dass ein Shampoo milder ist, sollte man aber auch erreichten können, indem man es einfach mit Wasser streckt.
    – Dr. Bronner’s gibt es auch bei dm. Für die, die leider keinen Müller in der Nähe haben ;)
    – Weißt du zufällig, ob die Produkte von Steffi’s Hexenküche irgendwie geprüft sind, auf hautverträglichkeit und so?
    – Es gibt wohl in manchen Reformhäusern Henna-Balsam, dass man nach dem Waschen auf die Haare geben kann. Hab aber selber keine Erfahrungen damit gemacht, es nur mal in einem Video gehört.
    – Kann man auch ’normale‘ Spülung verwenden, nach der Haarseife? Anstelle der Essigspülung? Meine Haare sind in der unteren Hälfte blondiert und brauchen ein bisschen mehr Pflege…

    Generell mag ich natürlich Schaum :) So gerne, dass ich den Schaum-Seifenspender mit einer Mischung aus Nachfüll-Flüssighandseife(ja, Seifenstücke sind bestimmt umweltfreundlicher, aber in einer WG nicht praktikabel) und abgekochtem Wasser auffülle.
    Auf den Bericht zu den Schampoo-Bars freue ich mich schon sehr :D

    Viele Grüße, auch an die liebe Lieselotte
    Becca

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    1. Hallo Becca,

      vielen lieben Dank für deinen ausführlichen (und sehr schnellen ;-) ) Kommentar!

      Das mit der (vermeintlichen) Rückfettung habe ich mir gedacht, da es für mich auch logischer klang, dass die Reinigungskraft nicht mehr so stark ist als dass tatsächlich etwas zurück geführt wird. Auf dem Großteil der Seiten, die entweder Seifen verkaufen oder über die Herstellung schreiben, wird jedoch die Rückfettung eben als solche definiert. Deshalb war es mir wichtig, beide Ansichten aufzuzeigen. Was am Ende geglaubt wird, muss jeder selbst entscheiden :-)

      Shampoo habe ich schon öfters gestreckt um die Reinigungskraft abzuschwächen. Das funktioniert ganz gut und ich bin jedes Mal aufs neue erstaunt mit wie wenig Shampoo man doch auskommt.

      Danke für den Hinweis mit dem dm! Dass er auch die Seifen von Dr. Bronner’s führt, habe ich zu spät bemerkt. Wir haben im Ort zwei und einer davon (bei dem ich zuerst geschaut habe), hatte sie natürlich nicht. Da erkennt man meine Bloggerqualitäten :-D Gibt es die Seifen in verschiedenen Größen? Hier gab es nur die ganz großen Flaschen.

      Puh, mit deinen beiden Fragen hast du mich erwischt: Soweit ich es gesehen habe sind die Produkte von Steffis Hexenküche nicht „offiziell“ (also von einem Institut oder ähnlichem) geprüft, zumindest habe ich nichts dazu auf der Seite oder den Produkten an sich gefunden.

      Ob man gegen die Kalkseife auch eine normale Spülung benutzen kann, habe ich nicht getestet. Leider fehlt mir dazu das Chemiewissen und deshalb kann ich nur fabulieren (und Google fragen…):

      Unter diesem Link ( http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=26709 ) steht zum Thema Spülungen folgendes:

      „Die Grundrezeptur von Haarspülung und -kur besteht im Allgemeinen aus einer Emulsion vom Typ Öl-in-Wasser. Sie ist aus Fettalkoholen, Emulgatoren, quartären Ammoniumverbindungen und Wasser aufgebaut und hat einen mild sauren pH-Wert.

      […]

      Strapaziertes Haar bildet auf der Oberfläche negative Ladungen aus. Haarpflegemittel gleichen diese durch spezielle kationische Pflegestoffe, die quartären Ammoniumverbindungen wieder aus. Diese lagern sich an die negativen Ladungen des Haares an und bilden dadurch eine dünne Schicht an den geschädigten Haarflächen aus. Damit verbessern sie die Kämmbarkeit und den Griff und verleihen dem Haar Glanz. Die Quats, sowohl in monomerer als auch in polymerer Form, sind die wichtigsten Wirkstoffe in Haarpflegemitteln. Ein Beispiel ist Cetyltrimethylammoniumchlorid. In der Rezeptur haben sie oft eine multifunktionale Aufgabe: Sie bewirken die gewünschte Pflege, haben auch emulgierende Eigenschaften und können außerdem die Konservierung unterstützen. Seit einigen Jahren werden vermehrt Silikone und Silikonderivate als Pflegestoffe eingesetzt.“

      Da Essig den Kalk durch die Säure auflöst, sollte eine Spülung mit saurem ph-Wert ebenfalls funktionieren. Ich weiß nur leider nicht, ob alle Spülungen diesen besitzen oder ob eher mit Silikonen und Ammoniumverbindungen gearbeitet wird um die Haare geschmeidig zu bekommen (bei der sauren Spülung legt sich die Schuppenschicht der Haare an und dadurch werden die Haare kämmbare und geschmeidiger). Ich weiß, jetzt bist du so schlau wie vorher :-(

      Wäre es vielleicht eine Möglichkeit nur für den Haaransatz die saure Spülung zu verwenden und für die Längen eine normale Spülung? Ich hatte bei meinen Fehlversuchen den Eindruck, dass der Ansatz stärker von der Kalkseife betroffen war als die Längen.

      Dieses Hennabalsam klingt interessant, dass werde ich mir mal in einer ruhigen Minute genauer an.

      Ich kann voll und ganz nachvollziehen, dass Seifenstücke in einer WG nicht der Hit sind ;-) Meine Seife darf Herr Rübezahl auch nicht benutzen, da bin ich pingelig :-)

      Liebe Grüße, Ute

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      1. Huhu, ich kann schnell ein paar Antworten beantworten: Die kleinen Naturseifenshops haben eigentlich nie Zertifizierungen, da sowas sehr viel Geld kostet. Und einen Seifenshop aufzubauen ist schon sehr teuer, da alle Seifenrezepte EINZELN vom Gesundheitsamt geprüft werden müssen und das einen guten dreistelligen Betrag kostet. Pro Rezept.
        Eine normale Spülung kann nicht als saure Rinse verwendet werden. Zum Einen macht man sich damit die Überfettungswirkung kaputt (an die ich fest glaube ;) ), da in Spülung/Conditioner Tenside enthalten, also auch waschaktiv sind. Zum Anderen ist die Funktion der Rinse, den Kalk zu lösen, durch die Säure. Das ist das Prinzip von Essig- oder Zitronenreiniger im Bad: Durch die Säure wird der Kalk gelöst. Es gibt aber übrigens auch Shops, deren Seifen von vornherein mit Zitronensäure gerührt wurden. Oder man probiert für sich selbst rum: Himbeeressig ist bei vielen beliebt, anderen nehmen gerne Plastikzitrone.

        Gefällt 1 Person

  3. Huhu Vera,

    Danke für die Aufklärung <3

    Dreistelliger Betrag pro Rezept? Holy shit! Ich bin neugierig: Woher kennst du dich so gut aus? Hast du Bekannte, die so einen Shop betreiben oder machst du selbst Seifen?

    Liebe Grüße, Ute

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Nadine,

      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Was war denn in deiner Seife für Inhaltsstoffe? Wie bist du mit der Kalkseife umgegangen oder hast du das Glück in einer Region mit weichem Wasser zu leben?

      Liebe Grüße, Ute

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  4. Hallo Ute,

    super Beitrag!

    Wenn du die Dr. Bronner’s 18-in1 Seife nochmal in anderen Richtungen testest, würde ich mich freuen, wenn du die Ergebnisse mit uns teilst. Ich habe die auch zu Hause und weiß noch nicht richtig, was ich damit anfangen soll….ist mir zu viel Alles-Könner (die mit Pfefferminz soll ja wohl auch zum Zähne putzen sein *gruselig*)

    LG,
    Claudi

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    1. Guten Morgen Claudia,

      vielen Dank, es freut mich, dass dir der Artikel gefallen hat.
      Ich habe es auf jeden Fall im Hinterkopf ;-) Das mit dem Zähne putzen fand ich auch sehr seltsam als ich es gelesen habe. Für Lieselotte werde ich es aber wagen :-D

      Wünsche dir einen guten Start in die Woche.
      Liebe Grüße, Ute

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