Kolumne #23: 6 Wochen zuckerfrei – zwischen Hunger, Tränen und ohne Nachtisch

(Fast) pünktlich zu Beginn der Fastenzeit erzähle ich dir, wie ich bisher sechs Wochen lang meinen Neujahrsvorsatz ‚Zuckerentzug‘ erlebt habe. Warum ich das tue? Naja, ich wurde tatsächlich mehrfach drum gebeten – vielleicht sind meine Leser sadistisch und wollen wissen, wie ich ohne Zucker gelitten habe. Vielleicht wissen meine Leser aber auch einfach, dass meine Kolumnen selbstironisch, persönlich und ehrlich sind. Übrigens: Nach 30 Tagen Umstellung werden gesunde Gewohnheiten selbstverständlich! B*tch, please, sowas von gelogen! Und jetzt gib mir endlich mein Nutella-Brötchen!!!

‚Gesunde Ernährung‘ halte ich nicht für ein Allheilmittel, sondern für etwas sehr Individuelles. Was dem einen schadet, bei ihm Brechreiz hervorruft oder Allergien, findet der Nächste super und er kriegt nicht genug davon. Ich weiß, dass Essen ein sehr emotionales Thema ist, und ich werde mich hüten, da ins Wespennest zu stechen. Also: Iss, was du für richtig hältst, ich will dir da ganz sicher nicht reinreden, und wenn du dir unsicher bist, frag bitte einen Arzt oder Ökotrophologen. Und nimm dann aber auch den Berater deines Vertrauens in die Pflicht! Was wurde ich schon von Ärzten blöd abgespeist: „Ja, du musst abnehmen.“ „Ok, wie?“ „Naja, weniger wiegen halt.“ Wow, danke, da wäre ich nie drauf gekommen!

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Warum ich mein Projekt #Zuckerentzug begonnen habe:

Ich war noch nie schlank. Und wenn ich das sage, meine ich, dass ich die meiste Zeit meines Lebens sehr dick war. Nicht fünf Kilo zu viel. Eher 50. Anfang 2013 hatte ich die Schnauze voll und habe 40 Kilo innerhalb von knapp zwei Jahren abgenommen. Ich war mit dem Ergebnis recht zufrieden und konnte das Gewicht mehrere Jahre lang halten (was ja angeblich noch schwieriger ist als abnehmen!). Ich habe vier bis fünf Mal die Woche Sport gemacht, unter der Woche sehr auf meine Ernährung geachtet und dort auch keinen Zucker gegessen, damals den ‚daily Schlotz‘ eingeführt und am Wochenende habe ich es mir dann gut gehen lassen mit Schokolade, Haribo und Co. So blieb mein Gewicht sehr stabil – damals war ich aber auch Studentin und hatte zugegebenermaßen recht viel Zeit. Und dann fing ich im Sommer 2016 meinen ersten 40-Stunden-Job an plus circa 10 Stunden Autofahrt pro Woche. Joa… und plötzlich habe ich vergessen, dass ich Sport machen sollte, habe meine Ernährung völlig ignoriert und lieber ständig bei Kuchen und Süßigkeiten, die die Kollegen massenhaft ins Büro schleppen, zugeschlagen. Ergebnis: Weihnachten 2017 hatte ich 13 Kilo mehr drauf als zu meinen schlanksten Zeiten. Jeder hat ja irgendwo eine Grenze – das war meine. Ich wollte und will wieder in meine Klamotten passen, mich darin wohlfühlen und mich vernünftig ernähren, ohne dass ich mir bei jedem Nachmittagstief erstmal eine Tafel Schokolade reinfahre, die irgendwer ins Büro gebracht hat.

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Inhalt des Süßigkeitenschranks bei meinem Freund…

Wie genau funktioniert mein Zuckerentzug?

Meine Regeln:

  • Hauptaugenmerk liegt auf Gewichtsverlust
  • Süßigkeiten (Kekse, Schokolade, Gummibärchen, usw.) sind ersatzlos gefeuert
  • Salzige Snacks (Chips, Salzstangen, Nachos usw.) sind ebenfalls raus
  • Kein zugesetzter (!) Zucker
  • Ich verteile meine Mahlzeiten anders: Nur ein kleines Frühstück (mehr mag ich morgens nicht. Warum sollte ich mich zum Essen zwingen?), ein leichtes, aber sättigendes Mittagessen, ein Nachmittagssnack in Form von Obst und/oder Schlotz mit Haferflocken Quark und Obst, abends ein Proteinshake (Ich kann nach einem warmen Abendessen nur sehr schlecht schlafen. Und: Abendessen setzt sich bei mir sofort auf den Hüften fest)
  • Süßstoff ist erlaubt
  • Obst und Kohlenhydrate sind erlaubt, aber nur in Maßen. Saft und Smoothies gibt es nur am Wochenende
  • Auch ein Ziel: Mich wieder schneller satt zu fühlen, also mit weniger Kalorien zufrieden zu sein

Woche 1: (Anfang Januar 2018)

„Das erste Wochenende ist traurig. Wirklich, wirklich traurig.“

Waage: Plus 13kg. In der ersten Woche habe ich alle Mahlzeiten durch Shakes ersetzt – so Yokebe-Zeug. Geil ist das nicht, es funktioniert aber. Und mir fallen krasse Einschnitte leichter als sanfte Übergänge. Und ein krasser Einschnitt ist nach dem Gefresse bis zum 01.01.2018 echt nötig! Was gab es zwischen den Jahren zu essen? Zucker, Zucker, Zucker und Fett. Tag 1 ist daher super einfach: Ich kann kein Essen mehr sehen, ich will jetzt abnehmen! Tag 2: Okay, ich habe Hunger. Ich könnte jetzt ALLES essen. Der Magen knurrt, die Laune ist EXTREM mies, ich hab die Kopfschmerzen meines Lebens (Entzugserscheinungen?). Tag 3-5: Glück im Unglück! Ich bin krank und habe die Sorte von Erkältung, bei der man kaum Appetit hat. Ich trinke viel, esse aber fast nix und kriege auch die Shakes nicht runter. Das erste Wochenende ist traurig. Wirklich, wirklich traurig. Ich bin bei meinem Freund, der auch abnimmt, aber dennoch ein normales Mittagessen isst. Und ich? Muss mich, während er isst, ins Schlafzimmer verziehen, weil ich es nicht aushalte, daneben zu sitzen und nichts zu essen! Ich bin genervt, sauer, traurig, habe Hunger, ärgere mich über mich selbst und meinen dicken Speckbauch, suche nach Alternativen zu meiner Diät, finde keine und fühle mich einfach mies. Und: Der Geruch des Essens macht mich wahnsinnig! Ich will Kohlenhydrate!

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Und das hier ist auch noch im Süßigkeitenschrank bei meinem Freund (haben wir an Weihnachten nicht mehr geschafft haha)

Woche 2:

„Ich werde zum Hulk, bin gereizt, genervt und bei jeder Kleinigkeit auf 180.“

Waage: Plus 9,6kg. Ich bin so happy, durchgehalten zu haben! Das hat sich ja mal richtig gelohnt! 3,4kg weg!!! Ja, so viel ist am Anfang normal, wenn man streng ist, danach geht es langsamer weiter… Ab jetzt gibt es zwei Shakes pro Tag und eine Portion Schlotz, meistens Magerquark, Obst und Haferflocken. Tag 8-11: Ich bin wieder an der Arbeit. Und werde gefühlt alle fünf Minuten gefragt, warum ich Shakes trinke und so wenig esse. Das sei doch nicht gesund, ich solle doch lieber was essen, vielleicht einfach weniger, davon werde doch kein Mensch satt. Okay, also nochmal: Für mich funktioniert es. Sollte nicht das zählen? Satt bin ich tatsächlich nicht, das ist aber gerade mein geringstes Problem. Ich werde zum Hulk an der Arbeit, bin gereizt, genervt und bei jeder Kleinigkeit auf 180. Das ist definitiv der Zuckerentzug. Meine armen Kollegen… Aber: Wer bin ich denn, dass ich mir mein Leben von Zucker diktieren lasse?! Die Süßigkeitenschale im Büro lockt mich aber minütlich. Es ist hart, ganz einfach und ehrlich, verdammt hart. Am zweiten Wochenende esse ich wieder nicht das, was mein Freund kocht. Aber jetzt kann ich tatsächlich beim Essen daneben sitzen. Am Wochenende ist ‚nicht naschen‘ noch schwieriger als unter der Woche. Wir gehen ins Kino, alle mümmeln Snacks, ich nippe an meiner Cola Light. Und habe riesiges Selbstmitleid! Warum nur tue ich mir das selbst an? Bin ich halt dick, ist doch egal!

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Die Süßigkeitenauswahl an meinem Arbeitsplatz – vor ein paar Wochen waren in der Schale noch fünf bis sechs Schokonikoläuse. Die Gummibärchen waren übrigens am Abend des Tages der Aufnahme leer (ich war’s nicht)…

Woche 3:

„Im Supermarkt ist es die Hölle, am Süßigkeitenregal (das gefühlt 1/3 der Marktfläche einnimmt!) vorbeizugehen…“

Waage: Plus 9,6kg. Meine Waage ist dumm, anders kann es ja gar nicht sein! Eine Woche harter Arbeit scheint umsonst gewesen zu sein! An diesem Punkt brauche ich alle Willenskraft, die ich aufbringen kann, um nicht alles über Bord zu werfen. Ich sage mir wie ein Mantra: ‚Ein Tag noch ohne Zucker, ein Tag geht, das schaffst du, danach kannst du überlegen, wie es weitergeht‘. Und das mache ich Tag 15-18. Was auch hilft: Ab jetzt wird nicht nur wieder etwas Sport gemacht, sondern auch Mittagessen gegessen! Es gibt also Schlotz, Mittagessen und abends einen Shake. Das funktioniert. Ich steige vorsichtig mit dem Essen ein und fühle mich gut. Worauf ich jetzt setze: Obst. Enthält es halt Zucker, mir doch egal! Ich brauche Vitamine und Mineralstoffe und einfach was zum Kauen! An der Arbeit läuft es ganz gut. Dass ich abends Shakes trinke, kriegt ja keiner mit, muss ich mich also auch nicht rechtfertigen. Eine absolute Neuerung: Ich plane, was ich montags bis freitags essen möchte und kaufe genau das montags nach der Arbeit ein. So habe ich jeden Tag genug zu essen, kann aber gut planen und mein Essen vorbereiten und komme so nicht in Versuchung, ‚mir mal schnell was beim Bäcker zu holen‘, weil ich an der Arbeit sonst nichts dabeihabe. Die Kopfschmerzen sind verschwunden, dafür ist es im Supermarkt die Hölle, am Süßigkeitenregal (das gefühlt 1/3 der Marktfläche einnimmt!) vorbeizugehen. Im Radio raten sie dazu, die Neujahrsvorsätze weiterhin einzuhalten, sind sich aber einig, dass das kaum noch einer macht. Bin ein bisschen stolz auf mich. Das dritte Wochenende läuft ganz gut, weil ich jetzt wieder mittags mit meinem Freund kochen und essen kann und wir zusammen frühstücken, auch wenn ich keine Brötchen esse wie er, sondern meinen Schlotz. Abends leiden wir kollektiv, und trinken viel Wasser, weil das ja auch irgendwie den Magen füllt…

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Faschingszeit ist im Frankfurter Raum ‚Kreppel‘-Zeit. Einstand zwei neuer Kollegen – waren ursprünglich ein Dutzend. Ich hab‘ natürlich keinen gegessen…

Woche 4:

Waage: Plus 8,4kg. Endlich tut sich was beim Gewicht! An Tag 22 gehe ich abends einkaufen für die ganze Woche. Tag 23: Jeden Abend nach der Arbeit stehe ich in der Küche, teile Essen auf, wähle Portionsgrößen aus und bereite alles vor. Da ich an der Arbeit die Möglichkeit habe zu kochen, kann ich auch ‚unfertige‘ Gerichte mitnehmen, die ich dann in der Mittagspause koche, das ist wirklich praktisch! Und da ich jetzt mittags immer warm esse, reicht mir nach wie vor abends mein Shake. Das spart mir im Feierabend sogar Zeit! Die Kollegen haben sich an meine übersichtlichen Portionen gewöhnt – und es ist nicht so, als würden meine Kolleginnen viel mehr essen. Mir wird immer mehr bewusst, wie viel ich bis vor Kurzem gegessen habe und bin jetzt deutlich schneller satt. Das Mittagstief sucht mich trotz leichter Mittagessen aber nach wie vor heim – und dann will ich auch in Woche 4 ZUCKER!!! Meine Alternative: Kaffee. Den trinke ich gern süß, also mit Süßstoff, das ist wie ein Nachtisch. Ein bisschen. Wenn man keine Geschmacksnerven hat. Aber mein Kopf lässt sich damit recht gut austricksen. Am vierten Wochenende ist mein Freund bei mir in Gießen. Da stehen wir vor einer Prüfung: Schaffen wir es trotz der Versuchungen, die eine Stadt im Gegensatz zum Dorf zu bieten hat, zu widerstehen? Schaffen wir. Wir essen zwar auswärts und einmal sogar eine große Portion Pasta, sind sonst aber so vernünftig, dass es wehtut. Wir gehen an diesem Wochenende drei Mal ins Kino. Und sitzen drei Mal neben kauenden Leuten. Mit einer Cola Light. Was meinen Freund und mich überrascht: Ich bin total schnell satt. Weder meine Portion Pasta schaffe ich ganz noch meinen Reis mit Sojasoße, Huhn und viel Gemüse am nächsten Tag. Und DAS ist wirklich neu bei mir!

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Meine vegane, zuckerfreie Keksalternative – Rezept folgt in ein paar Tagen!

Woche 5: (Anfang Februar 2018)

„Ich habe fünf Kilo abgenommen! In einem Monat! YES!!

Waage: Plus 8kg. Ich habe fünf Kilo abgenommen! In einem Monat! YES! Tag 29-32: Ab jetzt bin ich ziemlich routiniert. Montags einkaufen, dabei geschickt die Süßigkeiten umkurven, Essen planen, Snacks in Form von Obst, Schlotz und Nüssen einkalkulieren, auf Kalorien und Nährstoffe achten. Läuft! Nicht so toll läuft der Einkauf selbst: Was zur Hölle soll ich kaufen?! Was essen? Will ich wirklich allen zugesetzten Zucker meiden, bleibt nix übrig. Klar, ich kann Kartoffeln und Quark und Kräuter und so Sachen kaufen, aber wie soll ich denn das Kochen wirklich aufwendiger Gerichte in meinen Alltag integrieren? Ich kann mich schlecht in der Mittagspause hinstellen und erstmal Kartoffeln schälen. Ich kann keine Tomatensoße einköcheln lassen. Ich kann nicht selbst Brot backen. Ich weiß ziemlich genau, dass fast alles zugesetzten Zucker enthält, weil ich vor Jahren als Student wirklich radikal auf jedes Gramm zugesetzten Zucker verzichtet habe. Damals habe ich ALLES selbst gekocht. Und mein ‚Experiment‘ im Sommer gemacht, als es genügend Obst gab, an dem ich mich und meinen Magen erfreuen konnte… Jetzt haben wir gerade Februar. Ich muss also Kompromisse machen: Steht Zucker recht weit hinten oder unten in der Zutatenliste und ist das Essen sonst vernünftig (z.B. Tomatensoße), kaufe ich es. Tag 28 und 29: Ich muss von der Arbeit aus auf eine Messe. Und davor habe ich tatsächlich Angst. Warum? Wie soll ich denn auf einer Messe auch nur irgendwas Gesundes zu essen finden?!?! Also muss ich Vorbereitungen treffen. Ich backe mir vegane, zuckerfreie Kekse (das Rezept gibt es in ein paar Tagen hier auf dem Blog) und mache mir ein richtig schöne ‚Lunch Box‘ fertig – und stehe dann auf der Messe und habe tierischen Hunger. Ich habe mich verkalkuliert und zu wenig eingepackt. Mist! Und dabei habe ich schon Kompromisse gemacht und mir sogar was zum Knabbern gekauft (Vollkorncracker tatsächlich ohne zugesetzten Zucker, völlig spaßbefreit). Was jetzt? Ich kaufe mir zwei trockene Brezeln – nicht ideal, sehr viele Kohlenhydrate, sonst gibt es aber nur Pizzastücke und Muffins. Gut, war ein blöder Tag essenstechnisch, so ist das eben, abhaken und weitermachen. Tag 30: Leider ist auch heute nicht viel besser. Ich habe meine Tage bekommen und HUNGER! Ich habe Bauchkrämpfe, alles schwillt an (die Hosen, die jetzt endlich wieder passen, gehen kaum noch zu, ich könnte heulen!), ich will ZUCKER! Nun mache ich seit genau 30 Tagen den Zuckerentzug – das ist die Zeitspanne, die man durchhalten soll, um dauerhaft aus etwas eine gute Gewohnheit zu machen – und will immer noch Z-U-C-K-E-R! Ich will jetzt eine Tafel Schokolade. JETZT! Was ich stattdessen esse? Nüsse. Davon aber auch eine ganze Packung. Es geht nicht anders. Wirklich nicht. Morgen muss besser werden… Das fünfte Wochenende läuft ganz gut… bis auf: Mein Freund hat einen Süßigkeitenschrank. Und der ist voll. Weil wir seit Anfang Januar nichts mehr davon angerührt haben, aber noch lauter Weihnahtsschoki drin ist. Lebkuchen, Tafeln Schokolade, Kekse, Gummibären in allen Farben, Größen und Geschmacksrichtungen. Dazu ist noch Kuchen eingefroren. Und der Schrank ruft leise, aber unaufhörlich meinen Namen. Außerdem habe ich jetzt schon mehrfach von Nutella geträumt. Wie verrückt ist das denn? Und an diesem Wochenende erwische ich mich morgens beim Gedanken: „Geil, jetzt gleich zum Frühstück ein Nutellabrötchen!“ – kurz danach kommt dann die Erkenntnis, dass es Quark mit Haferflocken und Obst gibt, was ich wirklich gern esse, und dennoch bin ich furchtbar enttäuscht. Wenn wir Sonntagnachmittag faul auf der Couch liegen und ich denke: „Ach, jetzt was snacken oder naschen“, essen wir vielleicht ein paar Trauben. Oder gar nichts. Das ist natürlich effektiv, und wir kommen beide unserem Zielgewicht näher, aber Spaß macht das nicht. Mein Freund dann so: „Wenn du wirklich was Süßes willst, dann nimm es dir doch.“ Nein. Dazu bin ich a) zu ehrgeizig – ich WILL mein Gewicht wieder! – und b) kenne ich mich dazu auch gut genug. Fange ich einmal an, höre ich nicht mehr auf. Und genau da liegt mein Hauptproblem. Ich esse alles, die ganze Tafel, die ganze Tüte, oder eben nichts. Ich muss erst wieder trainieren, auch mit weniger zufrieden zu sein. Und das schaffe ich, wenn ich mir meiner Ernährung über längere Zeit wieder bewusst werde! Also heißt es erstmal weiter: Zuckerentzug!

Woche 6

„… das erste Stück Schokolade 2018…“

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Wie soll man da bloß widerstehen?! Schaffe ich aber…

Waage: Plus 7,6kg. Es läuft ganz gut. An Tag 37 greifen alle kräftig in die Süßigkeitenschale, die vor allem von den Kollegen mit Kindern fleißig befüllt werden (klar, die eigenen Kinder sollen das ganze Zeug nicht essen, aber ich, oder wie?!?!). Ein Kollege isst sogar Mohnkuchen mit Streuseln statt einem richtigen Mittagessen. Ich bin so neidisch. Und fühle mich gleichzeitig stark und gut. Nur mit dem Sport läuft es gerade gar nicht. Das Wetter ist mies, richtig mies, es sind morgens deutlich unter 0°C, da will ich nicht los zum Sport. Auch frühes Aufstehen fällt mir schwer. Ich schlafe tatsächlich an Tag 35-38 so lang wie möglich, bevor ich zur Arbeit muss. Denn: Appetit habe ich nach wie vor sehr häufig. Wenn ich schlafe, merke ich das natürlich nicht. Trotzdem frage ich mich, warum die Lust auf Süßes nicht endlich mal weggeht! An Tag 38 überlege ich, was passiert, wenn ich doch einfach an der Arbeit mal ein Gummibärchen esse. Ich glaube, sich das zu visualisieren, soll helfen: Ich denke an den zuckrig-fruchtigen Geschmack, an die zähe und dennoch weiche Konsistenz, an das Glücksgefühl und die Enttäuschung nach dem Verzehr. Also esse ich kein Gummibärchen. An Tag 39 laufe ich zum gefühlt tausendsten Mal am Aufsteller der Bäckerei, die unter unserem Büro liegt, vorbei, auf dem ‚Kreppel‘ oder Berliner oder Krapfen beworben werden. Es ist ja schließlich gerade Faschingszeit, alle wollen Berliner! Und ich auch! Dieser süßliche Hefegeschmack mit der fruchtigen Marmelade und der Duft nach frischem Fett…

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Die erste Schoki 2018

Am sechsten Wochenende gibt es das erste Stück Schokolade 2018! Und den ersten Teelöffel Nutella (ja, ich esse das Zeug lieber pur als auf Brot, was übrigens ein Grund dafür ist, dass ich es nie daheim habe – akute Naschgefahr!). Bei der Schokolade teile ich mir einen Riegel belgischer Schokolade von 70g mit meinem Freund. Allzu viel essen wir also nicht – zumindest nichts im Vergleich zu sonst, wenn ich erst eine Tafel Schokolade mampfe und danach noch eine halbe Tüte Gummibären. Und wie war’s? HIMMLISCH! Aber tatsächlich reicht die Menge, ich bin danach regelrecht satt, habe genug Zucker und Fett gegessen – dieses Gefühl überrascht mich positiv! Ich bin auf dem richtigen Weg! Beim Löffel Nutella… tja, der war lecker, aber ein Löffel war genug. Und wieso genau verehre ich das Zeug sonst so?! SO geil ist das doch gar nicht… Jedenfalls war das tatsächlich erstmal genug Süßes für die nächsten Tage.

Wie geht’s weiter?

Gewicht Wochte 7: Plus 7kg. Sechs Wochen sind rum, der Titel des Beitrags ist damit erfüllt, ich glaube aber, dass ich den Zuckerentzug noch eine Weile weitermache bzw. nur einmal pro Woche was Süßes esse. Mein Papa hat demnächst Geburtstag, da werde ich sicherlich ein Stück Geburtstagskuchen essen oder zumindest davon probieren. Ich habe zwar nach wie vor Phasen, in denen ich UNFASSBAR Lust auf Süßes habe, meistens kann ich die aber einfach aussitzen. Was ich auf keinen Fall wieder anfangen darf: Unter der Woche und an der Arbeit naschen – das eskaliert immer. Ich finde es absolut in Ordnung, Süßigkeiten zu essen, und jeder soll so viel oder wenig davon naschen, wie er möchte, aber man sollte es einfach genießen. Wenn man das Zeug einfach in sich reinmampft, weil man das Gefühl hat, man ‚brauche‘ es, macht das einen abhängig und in meinem Fall auch dick.

20180211_135737-756x1008Der Gewichtsverlust steht bei mir weiterhin im Vordergrund. Da aber Zucker meine Schwachstelle ist, sollte ich mit dessen Reduzierung auch eine allgemeine Gewichtsreduzierung langfristig hinbekommen. Worauf ich nicht ganz verzichten kann: Auf Convenience- und Fertigprodukte. Ich verwende zwar nie Tütenprodukte, weil die mir von Grund auf suspekt sind, aber Tomatensoße aus dem Glas oder ein fertiges Salatdressing sind in meinem vollen Alltag wichtige Begleiter. Ich KANN einfach nicht alles selbst kochen. Dazu habe ich auch gar keine Lust. Und natürlich enthalten auch Tomatensoße, Dressings, frische Fertiggerichte mit recht vernünftigen Inhaltsstoffen und die guten Bio-Suppen Zucker. Das muss ich akzeptieren, anders geht es nicht.

20180209_190038-1008x756Ich werde beibehalten, am Anfang jeder Woche einzukaufen und bei Bedarf noch frisch ein paar Kleinigkeiten zu holen. Ich plane also meine Woche im Voraus und kaufe dann gezielt ein – und das gibt es dann zu essen und sonst nichts. Allerdings: Ich tendiere eben zu Extremen. Entweder esse ich alles, was mir über den Weg läuft oder ich achte penibel auf jeden Nährstoff und jede Kalorie. Beides ist zu extrem. Ich finde es bewundernswert, wenn andere wie selbstverständlich die gesunde Mitte finden und das essen, worauf sie Lust haben, dann aber ohne sich etwas zu verbieten, in den nächsten Tagen etwas gesünder leben. Da will ich gern hin, da war ich auch mal, aber für mich ist da nix ‚natürlich‘, für mich ist das harte Arbeit. Man muss aufpassen, was man isst, aber auch mal fünfe grade sein lassen…

Nun ist dieser Beitrag nicht der erste sehr persönliche und ehrliche, den ich veröffentlich habe. Aber es ist schon eine Weile her, dass ich solche Einblicke gegeben habe… Bisher kamen meine Kolumnen immer gut an, wurden aber allgemen recht wenig geklickt. Deine Meinung ist also wichtiger denn je: Mochtest du den Beitrag? Findest du das Thema blöd oder schwierig? (Deswegen hatte ich im Vorfeld extra gefragt, ob ein Beitrag zum Thema Ernährung überhaupt gewünscht wird…). Und wie stehst du eigentlich zu Zucker? Böse oder einfach lecker? Ich freue mich über deinen Kommentar!

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39 Kommentare zu „Kolumne #23: 6 Wochen zuckerfrei – zwischen Hunger, Tränen und ohne Nachtisch

  1. Hallo vom Sofa aus (du weißt warum…),

    vielen Dank für den tollen und ehrlichen Beitrag! Ich finde ihn echt super und in keinster Weise dogmatisch oder überheblich.

    Zuerst will ich dir meine volle Bewunderung aussprechen, dass du den Zuckerentzug so konsequent durchgezogen hast; bei mir ist das spätestens nach einer Woche gescheitert und dann habe ich mich immer extremst blöd gefühlt so wegen willensschwach und so.
    Inzwischen versuche ich einen Mittelweg zu gehen, der zum Glück bisher soweit funktioniert. Süßkram ist okay in Maßen und wenn es eskaliert versuche ich es in den folgenden Tagen zu reduzieren.

    Wünsche dir weiterhin viel Erfolg, du schaffst das <3

    Liebe Grüße

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    1. Hallo Ute (auch vom Sofa, bester Ort der Welt!),
      danke fürs Lob! Wenn ich eins nicht sein will, dann überheblich! :)
      Also, eine Woche (ungefähr) finde ich auch schon ziemlich gut, denn gerade der Anfang ist ja das schwerste – so die ersten ein bis fünf Tage finde ich.
      Mittelwege sind eine super Sache – wenn man denn eine gesunde Beziehung zu Essen hat, die mir einfach fehlt…

      Danke :*
      <3

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  2. Danke für den ausführlichen und ehrlichen Beitrag 🤗 das ist in der Tat ein schwieriges Thema, du kannst wirklich stolz sein, dass du so einen starken Willen hast. Ich denke, wenn man eine Routine (für Sport, gesundes Essen, weniger/keinen Zucker…) bekommt bzw sich einen Plan dafür zurechtlegt, ist es bald nichts außergewöhnliches mehr! Oftmals (wie ja auch bei dir) steht man aber nicht nur sich selbst im Weg, sondern viel mehr sein Umfeld (was?du trinkst nur Shakes? du machst jetzt täglich Sport? du isst Obst?) … dass man dann immer noch seinem Ziel entgegenstrebt und nicht schwach wird, das ist Stärke 😊 auf das Keks Rezept freue ich mich schon und die Bananen Küchlein von Yummypilgrim (auf Youtube) kann ich dir sehr empfehlen, die dürften ähnlich deinem Rezept sein 😋

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    1. Hallo Julia,
      tatsächlich ist das mit der Routine bzw. dem Plan gar nicht so einfach für mich. Das funktioniert bei anderen sicherlich sehr natürlich (beneidenswert!), ich bin da echt ein Schluffi… Ja, das Umfeld macht es einem manchmal echt nicht einfach… Am Wochenende war der Geburtstags meines Papas und da hab ich auch was Süßes gegessen, wollte dann aber nicht mehr. Meine Mama hat ihren Dessert nicht angerührt (Kalorien und so) und wollte ihn dann mir geben. Ich wollte aber auch nicht. Das ging dann ewig hin und her, das war echt anstrengend…
      Man kann tolle zuckerfreie Sachen backen, auch mit Datteln und so Sachen! Nur versuche ich ja allgemein auch nur ganz wenig zu naschen – egal was.

      Liebe Grüße,
      Lieselotte <3

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  3. Hallo Liebes,

    danke für deinen Beitrag. Bei mir (bzw. uns) geht es aktuell ähnlich zu. :)
    Mein Freund war ebenfalls der Meinung, dass eine Ernährungsumstellung nötig ist, damit auch er ein wenig abnimmt.
    Und da er derjenige ist, der bei uns kocht, habe ich mit gemacht (mitgehangen, mitgefangen sozusagen).
    Er hat das Programm der AOK entdeckt. und ich muss ehrlich sagen, es funktioniert (ich bin selbst ganz erstaunt).
    Ich habe ja eigentlich nur mitgemacht, damit ich wirklich mal regelmäßig esse (war ja die letzten Jahre nicht so dolle).

    Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass ich extrem viel mehr als sonst esse (geht schon los mit Frühstück und Zwischenmahlzeit unsw.). Aber das Gute ist, du kannst halt auch alles mögliche essen. Nur nicht so, wie du geschrieben hast, wahnisnnig viel.
    Es gibt aber auch immer wieder Tage, da macht mich meine Schnitte zum Abend nicht glücklich. Aber anstatt ne Tüte Chips zu verdrücken, gibt’s halt Kohlrabi oder Gurke. (Und ja, die Vorräte von Weihnachten sind auch immer noch in unserem „Schrank“ :D ).

    Wir haben am 1. Januarwochenende nach Silvester angefangen und bei mir sind es bis heute ca. 8 Kilo, die runter sind. Ohne Hungern.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg!

    Liebe Grüße,
    Claudi

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    1. Hallo Claudi,
      danke für deinen ausführlichen und offenen Kommentar!
      Und Glückwunsch zum Gewichtsverlust, das ist ja der Wahnsinn!
      Ihr seid da ja beide auch recht radikal und streng, aber super, dass ihr das zusammen durchsteht :)

      Liebe Grüße,
      Lieselotte <3

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  4. Der Beitrag ist einfach super geworden 🙌🏻.
    Habe jede einzelne Zeile verschlungen und musste öfters grinsen ( du weißt ich liebe deinen Humor ) .
    Ich habe großen Respekt an dich wie du das gemeistert hast – Hut ab dafür.
    Ich glaub das ich das nicht durchhalten würde 🙈.
    Ich brauche meine Schokolade um runterzukommen und keine Ahnung 😅- vielleicht sind das nur ausreden.

    Liebe Grüße,
    Nicole ♥️

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  5. Liebe Liselotte, danke für diesen ungeschönten und ehrlichen Beitrag :)
    Ich finde es sehr bewundernswert, wie du damals so viel abgenommen und vor allem so lange gehalten hast. Rückschläge gibt es ja immer. Und ich kann es gut verstehen. Mein Gewicht ist momentan zum Glück nur leicht im roten Bereich, aber auch bei mir schwanken Phasen, wo ich gesunden Ernährung durchhalte und wo nicht (im Moment wieder letzteres). Bei Stress breche ich da immer ein.
    Ich finde es unglaublich toll und ehrlich, dass du sagst, dass du immer noch kämpfst. Viele tun ja immer so, als müsste man den Körper nur mal „entzuckern“ und schon will man nie mehr was süßes und bla…
    Was meinst du mit „Schlotz“?

    Ganz auf Zucker zu verzichten schaffe ich auch nicht. Aber ich will versuchen, auf ein gutes Maß zu kommen, so dass die Kekspackung ne Woche hält statt 2 Tage ^^
    Und mehr gesunde Lebensmittel einbauen.
    Auf deine Rezepte freue ich mich schon und deinen Tipp, dass man für Woche plant finde ich auch sehr hilfreich.
    Könntest du erzählen, was du auf der Arbeit immer isst? Mir fehlt hier oft Inspiration und ich lande wieder bei Brot und Brötchen (nicht, dass das schlecht ist. Ich will aber mehr Abwechslung und mehr Gemüse usw.)
    Ich finde es auch toll, dass du sagst, dass Ernährung und was für jemanden gut ist, sehr individuell ist.
    Zu zweit geht das immer besser mit abnehmen und so, finde ich. Herr Glitzerfee macht Intervallfasten, isst also nur in einem Zeitraum von 8 Stunden täglich was, bei ihm funktioniert das (bei mir leider nicht, ich brauche regelmäßigeres essen, zumindest wenn ich arbeiten muss). Aber auch er hat in letzter Zeit das, was er isst, zu sehr schleifen lassen.
    Und es stimmt, man gewöhnt sich tatsächlich an kleinere Portionen.

    Liebe Grüße und danke nochmal für deinen tollen Beitrag <3

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    1. Hallo meine Liebe,
      danke für deinen offenen und ausführlichen Kommentar :)
      Ich mag es einfach nicht, wenn andere immer so tun, als sei das alles so einfach und man müsse sich nur genug Mühe geben und dann läuft alles wie von selbst. Ich finde es wirklich schwer. Es ist machbar, aber es läuft nicht ohne Verzicht.
      Schlotz ist mein tägliches Frühstück bzw. mein Nachmittagssnack, meistens bestehend aus Haferflocken, Magerquark und Obst. Manchmal nehme ich auch trockenes Porridge, das ich mit heißem Wasser übergieße und ziehen lasse. Das ergibt dann eine ’schlotzige‘ Konsistenz :)
      Also, wir haben ja an der Arbeit die Möglichkeit zu kochen, haben also einen Herd und einen Ofen/eine Mikrowelle. Ich weiß nicht, ob du sowas hast. Und: Ich esse mittags meine Hauptmahlzeit und abends trinke ich dann nur einen Shake. Ich esse mittags also etwas mehr als andere vielleicht, die abends noch daheim essen. Was ich diese Woche gegessen habe und essen werde, kann ich dir ja mal sagen :) MO: Haben an der Arbeit beim Pizzalieferdienst bestellt – mies! Keine Pizza für mich. Ich hatte einen Salat mit Essig/Öl und Huhn. Das war aber eindeutig zu wenig, da musste ich dann abends zusätzlich noch eine Kleinigkeit essen und hatte so asiatische Teigtaschen. DI: Heute gab es Pfannenpasta von Hilcona (220g frische Nudeln, perfekt als eine Portion), das waren so Tortellini mit Spinat gefüllt. Dazu Bolognesesauce (gekauft) und gebratenem Zucchini (ich muss auch definitiv mehr Gemüse essen). MI: Morgen gibt es die Hälfte eines gekauften Bulgursalat (Rest ist eingefroren) und die Hälfte einer Packung fertigen Huhns (nicht das beste, aber geht nicht anders, andere Hälfte ist mit dem Bulgursalat zusammen eingefroren), dazu den Rest der Zucchini gebraten. DO: Avocado mit Pumpernickel. FR: Da gibt es wahrscheinlich die andere Hälfte von Huhn/Bulgur, vielleicht hole ich mir da auch frisch was, einen Salat oder so, mal sehen.
      Hilft dir das weiter? :)
      So eine Art Intervallfasten mache ich im Endeffekt auch, da ich abends ja meinen Shake trinke und dann bis zum Mittagessen am nächsten Tag nix mehr esse… mir hilft das auch, ich kann dann besser schlafen. Das ist der einzige Grund, warum ich das mache ;)

      Liebe Grüße zurück!

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  6. Huhu mal wieder ein super Beitrag und wie immer klasse geschrieben 👍
    Ich bewundere dich das du solange ohne Zucker ausgehalten hast. Bin auch am überlegen was zu tun. Vielleicht versuche ich das ein oder andere auch mal.
    Bei mir ist nur das große Problem ich arbeite in einem Geschäft und sehe jeden Tag die süßen Sachen. Da zuwieder stehen wenn der Körper Zucker will ist dann schwierig.
    Lg Claudia

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    1. Hallo Claudia,
      danke fürs Lob :*
      Hui, das fände ich auch fies, wenn ich den ganzen Tag zwischen den Leckereien stünde! Das ist wirklich schwer! Bei uns zieht der Bäckereiduft aber auch den ganzen Tag ins Büro und die Süßigkeitenschale ist auch omnipräsent, es ist wirklich, wirklich fies!

      Liebe Grüße,
      Lieselotte <3

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  7. Zucker ist auch mein größtes Laster. Bisher habe ich mich noch nie ernsthaft zu einem Entzug durchringen können, weil ich das eh nicht schaffe. Das soll keine Ausrede sein, aber ich möchte keine Energie in Dinge verschwinden, für die ich nicht stark genug bin – ist wirklich so. Ich nehme ab, langsam, wahrscheinlich nach den Maßstäben vieler zu langsam – aber, nur das Ergebnis zählt. Wenn ich mir Süßes bzw. Zucker verbiete, geht der Schuss nach hinten los, ich lasse dann lieber mal bewusst Ausreißer zu und reiße mich danach 4-5 Tage am Riemen, weil ich alles gekriegt habe, was ich wollte und dann auch keine Gelüste mehr habe. Früher habe ich jeden Tag Süßes gegessen, teils in großen Mengen, ohne nachzudenken, das habe ich schon vor ein paar Jahren abgestellt. Jeder muss seinen Weg finden. Ich finde Dein Projekt sehr interessant, danke, dass wir daran teilhaben dürfen. Liebe Grüße <3

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    1. Liebe Andrea,
      schön, von dir zu lesen! Geht’s dir gut? :)
      Oh, Zucker ist auch definitiv mein größtes Laster! Ich finde deinen Weg super, du machst das klasse! Es muss für dich funktionieren, das ist das einzige, was zählt. Und wenn du so abnimmst und hin und wieder gesunde Alternativen wählst, ist das doch prima! Man kann nicht immer alles auf einmal wollen und ich finde auch, dass man mehr benötigt also nur einen starken Willen oder dass man sich nur genug Mühe geben muss, dann geht das schon – Ich hasse das, wenn Fitnessblogger das so darstellen.

      Liebe Grüße!

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      1. Ja, die Fitness-Blogger sind eh ein Fall für sich, da wird auch viel gefaked und gelogen: Danke der Nachfrage, aber mir gehts nicht so gut – schwere Bronchitis, liege schon seit 5 Tagen flach und weiß bald nicht mehr, welcher Knochen nicht weh tut^^ allgemein ist seit Anfang des Jahres der Wurm drin – auch nur noch wenig Zeit, daher auch meine eher seltene Anwesenheit hier bei Dir – sorry nochmals. Liebe Grüße

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  8. Ich verstehe dich soo gut – habe mir auch für die Fastenzeit fixe Ziele und Vorsätze gesetzt.
    Ich denke aber ich schweife hier nicht zu sehr aus und schreibe auf meinem Blog danach einfach über meine Erfahrungen. Eines vorweg – es gibt nichts schlimmeres als eine Frau die ihre Tage hat und auf Zuckerentzug ist :D

    Weiter so Lieselotte – wir schaffen das ♡

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    1. Hallo Eva,
      ja, berichte gern auf deinem Blog über deine Erfahrungen, da freue ich mich schon drauf!
      Nach den Neujahrsvorsätzen bietet die Fastenzeit einen ganz guten Anreiz, was zu verändern / zu verbessern. Man muss nur eben durchhalten. Irgendwie ;)
      Boah, meine Kollegen und mein Freund hatten, glaube ich, echt Angst vor mir, als ich zuckerlos meine Tage hatte :DD

      Liebe Grüße! :*

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  9. Liebe Lieselotte!
    Danke für deinen tollen und ehrlichen Bericht. Ich finde es tatsächlich auch schwer, mich im Alltag zu maßregeln – wobei ich aber noch nie der Typ war, der gleich eine ganze Tüte Chips vernichtet. Dafür aber oft eben kleinere und meistens ungesunde Snacks.
    Vor 1 Jahr kam unser kleiner Sohn zur Welt und von den 15kg habe ich 11kg wieder gekillt – das kommt aber vor allem durch den Stress und die Schlaflosigkeit etc glaube ich ;-)
    Die letzten Kilos werden jetzt auch noch schwer…
    Ich bin gespannt, wie es bei dir weiter geht. Es ist in jedem Fall schön mitzubekommen, wie „normale Menschen“ mit wenig Zeit es doch so gut schaffen können, sich bewusster zu ernähren und abzunehmen.
    Weiterhin viel Erfolg und vielleicht hälst Du uns ja auf dem Laufenden?!
    Liebe Grüße, Katharina

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    1. Hallo Katharina,
      also, dass du die Schwangerschaftskilos innerhalb eines Jahres praktisch wieder los bist, finde ich bemerkenswert! Das ist eine großartige Leistung! :) Die letzten Kilos sind immer die schwersten, an die klammert sich der Körper regelrecht, sehr gemein.. Da dann weiter standhaft zu bleiben und durchzuhalten, ist noch VIEL schwerer als alles andere.
      Aber du hast ja nun auch wirklich besseres zu tun als Kalorien zu zählen – die Zeit mit deinem Sohn ist doch das wichtigste und schönste :) Und ihn interessiert es nicht, ob Mama vier Kilo mehr wiegt als vor der Schwangerschaft ;)
      Ich hatte erst nicht über eine Fortführung des Themas nachgedacht, da der Beitrag aber so gut ankommt, schreibe ich vielleicht noch was am Ende der Fastenzeit – bis dahin mache ich den Zuckerentzug nämlich weiter.

      Liebe Grüße zurück,
      Lieselotte <3

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  10. Hallo Liebes,

    Ich habe mich sehr gefreut, einen solchen Beitrag auf deinem Blog zu lesen . Du weißt ja (oder ahnst eventuell zumindest), dass Kosemtik etc. nicht unbedingt mein Thema sind, ich aber deine Art zu schreiben liebe und daher oft mitlese :) also dieser Beitrag trifft tatsächlich genau mein Interessensgebiet.
    Ich bin sehr stolz auf Deine Leistungen; sowohl die vor einigen Jahren, als auch die Jetzige. Daumen hoch und Hut ab dafür!
    Ich hab ja nach meinem Jahr als AuPair auch erstmal 20kg wieder runter arbeiten müssen um auf meinem „Ausgangsfigur“ zurück zu kommen – ich weiß also wie hart das ist und bin umso mehr stolz auf Dich. Mein Geheimnis war damals (und ich mache eigentlich nicht gerne für soetwas Werbung) WeightWatchers. Was mir half: Man darf zu jederzeit essen was man will und was einem schmeckt…
    Noch ein super Tipp zum schnellen abnehmen ganz ohne Frust und mit ganz viel naschen: Kinder bekommen :)

    Zum Brot selbst backen: schau dir doch mal das „new artisan bread in five minutes a day“ an – schmeckt zauberhaft, kannst du mit jeglichen Mehlsorten machen, kostet wirklich nicht mehr als 5 Minuten und ist absolut zuckerfrei. Für mich geht es schneller als Brot beim Bäcker zu kaufen und ich kann die Brote in Größen machen, dass nicht die Hälfte nach 3 Tagen im Müll landet :)

    Viel Erfolg weiterhin und alles Liebe nachträglich an den Papa!

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    1. Hey Vanessa,
      ich hatte schon immer das Gefühl, dass du was für Beauty übrig hast – muss ja niemand so bekloppt drauf sein wie ich ;) Freut mich dass dieser Beitrag dann mal richtig was für dich war :) Ich bin ja nun kein Food- oder Fitnessblog und will das auch gar nicht sein, da bin ich echt nicht die richtige Ansprechpartnerin für, aber ich hab schon gemerkt, dass immer mehr Interesse an persönlicheren Beiträgen besteht. Und da ich da auch Lust drauf hab, passt das ja :)
      Danke übrigens für dein Lob und deine Unterstützung und dass du so regelmäßig mitliest :*
      Zum Brot: Interessanterweise esse ich kaum noch Brot – und wenn doch, friere ich Reste immer ein. Das mag nicht jeder, ich find das aber gut. Ich hab ja nicht nur das Problem, dass ich wenig Zeit zum Kochen und Backen habe (so wie viele andere auch…), sondern auch keine Lust :D Und: Im Moment habe ich gar keinen Ofen, den gibt’s erst nach dem Umzug. Dann hoffe ich auch, dass mir mein Freund viel kocht und backt – da setze ich viel auf ihn. Ich mach dafür die Wäsche oder so haha
      Mir war übrigens nicht bewusst, dass du im Ausland so viel zugenommen hast Oo Ich kenne dich nur schlank :)
      Danke für deinen tollen und lieben Kommentar <3

      Liebe Grüße!

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  11. Respekt!
    Also erstmal dafür, dass du soviele Kilo abgenommen hast! Natürlich auch für deinen Zuckerentzug!
    Ich hab einmal eine Woche Detox gemacht und fand es die Hölle. Nix außer gepressten Fruchtsaft und Smoothies, ab und zu mal nen kleiner Shot (selbstgemachte Mandelmilch oder Ingwershot). Hölle pur! Danach war ich froh, wieder normal essen zu können.
    Das Yokebe Zeug hab ich auch schonmal getrunken und es kam mir fast hoch – wie hast du das runtergekriegt, noch dazu als vollständiger Essensersatz O_O

    Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du deine „Mitte“ findest und auf dein Wunschgewicht kommst!
    Fühl dich gedrückt!

    XO Julie

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    1. Hallo Julie,
      Danke für deinen lieben Kommentar :)
      Ja, wenn man auch nur ein paar Tage lang keine feste Nahrung zu sich nimmt, ist das wirklich die Hölle. Und dann sind die Säfte wie auch die Abnehmshakes immer nur süß – und man könnte die Wand hochgehen für was Herzhaftes.
      Also, mir ist das Yokebe-Zeug auch zuwider! Ich finde es auch grob eklig; ich wechsle dann manchmal mit anderen Shakes ab, die etwas besser schmecken. Doll ist das alles nicht, aber naja… ist wirklich eher eine Art Bestrafung dafür, dass man vorher so viel gefressen hat :D ;)
      Ich hab sogar mittlerweile noch ein bisschen mehr abgenommen, ich bin also auf einem ganz guten Weg :)
      Danke dir!

      Liebe Grüße <3

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  12. Hallo, danke für deinen mutigen und ehrlichen Bericht!!! Und meinen vollsten Respekt für deine Abnehm-Erfolge. Auch wenn ich selbst nicht so schlimm Gewichtsprobleme habe (aber ja, n bissl weniger geht immer) spiele ich schon länger mit dem Gedanken, mal Zucker zu reduzieren oder darauf zu verzichten. Und dein Bericht macht wirklich Mut, auch wenn man weiß, dass es hart ist. Ich finde, du machst das toll!!!

    LG Mccrackajack

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  13. Liebe Lieselotte,
    danke für deinen tollen und ehrlichen Bericht. Ich habe ihn quasi verschlungen. :-D So ein Zuckerentzug ist wirklich hart und ich bewundere dich für deinen Ehrgeiz. Rückschläge sind menschlich und ich finde es großartig, dass du deine Gefühle und Gedanken so preis gibst. Das macht anderen Mut und gibt Motivation.
    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg! =)

    Liebe Grüße,
    Jenny

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  14. Hallo Lieselotte,

    ich musste wegen eines gesundheitlichen Problems vor 3 Jahren für 8 Wochen auf Zucker und Kohlenhydrate verzichten. Ich weiss, wie hart das ist. Ich musste da ja auch durch. Ich konnte mich nur von Gemüse, Salat, Eiern, Fleisch und Fisch ernähren. Ich habe dabei 7 Kilo abgenommen, was ein toller Nebeneffekt war. Aber es war hart, besonders die ersten Wochen.

    Viele liebe Grüße
    Diana

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    1. Hallo Diana,
      das ist aber hart! Du musstest ja scheinbar auf jede Art von Zucker verzichten, also auch auf den in Obst, Brot, Nudeln und Co.! Das finde ich sehr extrem – ich hoffe, du kannst alles zumindest wieder in Maßen essen.
      Nicht nur der Verzicht ist hart, auch die Umstellung…

      Liebe Grüße,
      Lieselotte <3

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  15. Das ist ein toller Bericht: super geschrieben, ich habe richtig mitgelitten. Ich bewundere Dich für Deinen Ehrgeiz und die Konsequenz, mit der Du Dein Vorhaben umgesetzt hast. Und ich bin mal wieder ehrlich erschrocken beim Lesen – der Wahnsinn, worin überall Zucker enthalten ist.
    Ich scheitere übrigens noch am inneren Schweinehund….

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