Kitchen Corner #5 mit Mister X: Hausgemachte italienische Pizza

Heute gibt es mal wieder ein Rezept – nach sehr langer Zeit. Man könnte meinen, wir kochen nur ein Mal im Jahr. Vielmehr ist immer alles so schnell aufgefuttert, was mein Freund (Mister X) mir wöchentlich vorsetzt, dass ich es gar nicht schaffe, alles zu fotografieren und zu notieren. Bin viel zu sehr mit Schmatzen und Mampfen beschäftigt. Heute war ich mal geduldig und habe Schritt für Schritt fotografiert und notiert, wie mein Freund seine von Grund auf selbstgemachte und Original italienische Pizza macht. Zum klassischen Teig gibt es bei uns Tomatensauce, Büffelmozzarella und Prosciutto. Nachmachen erwünscht!

20171112_162005-1008x756Ich muss ja ehrlicherweise zugeben, dass die Kochrubrik auf meinem Blog, so klein sie auch sein mag, nur existiert, weil mein Freund wirklich gerne und vor allem verdammt gut kocht. (Fast) nichts ist ihm zu aufwendig, er probiert gern Neues aus und scheut sich nicht, auch mal länger in der Küche zu stehen, zu kneten, zu mixen, anzubraten, zu würzen, einzulegen und danach alles wieder abzuwaschen und sauber zu machen. Und wenn wir jetzt noch viel ehrlicher sind, schlafe ich oft noch, während er morgens werkelt, damit ich dann pünktlich, wenn der Hunger kommt, der mich immer überfallartig überkommt (das kennt sicherlich die ein oder andere), was Leckeres zu schnabulieren habe.

Auch heute ging es also recht früh mit der Kocherei los, aber ich war pünktlich zur Stelle und habe nicht nur fotografiert, sondern sogar tatsächlich geholfen! Also kann ich dir jetzt verraten, wie mein Freund die Pizza macht, die er mir recht regelmäßig kredenzt und die ich so unfassbar gern esse. Legen wir los!

Zutaten für den Teig (Menge für zwei Personen):

  • 400 Gramm Weizenmehl Typ 550 (der Typ ist ganz wichtig, sagt der Freund, also Obacht!)
  • 100 Gramm Hartweizengrieß
  • 1/2 Esslöffel Salz
  • 1 Tüte Trockenhefe
  • 1/2 Esslöffel brauner Zucker
  • 375 Milliliter lauwarmes Wasser
  • Etwas Mehl für die Arbeitsfläche

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Zubereitung Teig:

  • Mehl, Hartweizengrieß und Salz in einer großen Schüssel mit einem Löffel verrühren
  • Zucker und Hefe im Wasser auflösen und glatt verrühren – da dürfen keine Klümpchen bleiben
  • Wasser-Zucker-Hefe-Mischung (Flüssigkeit) kurz ruhen lassen
  • In der großen Schüssel eine Mulde bilden, dort die Flüssigkeit hinein gießen
  • Mit einer Gabel kreisförmig in der Schüssel, in der die Mehlmischung und die Flüssigkeit sind, am Rand entlangfahren und nach und nach die Mehlmischung unter die Flüssigkeit heben bis alles vermischt ist
  • Mit der Gabel so lang weiter bearbeiten bis es nicht mehr geht – voll am Ende und so von 1 life her ;)
  • Den Teig auf die mit Mehl bestäubte Arbeitsfläche geben und circa zehn Minuten lang (mein Freund hat acht Minuten lang geschuftet) kneten – bei Bedarf, weiteres Mehl dazu geben
  • Wenn der Teig geschmeidig ist, in die anfangs benutzte, große Schüssel geben und abgedeckt, an einem warmen Ort, minestens eine Stunde ruhen und gehen lassen

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In dieser Diashow kannst du dir bildlich Schritt für Schritt die oben notierte Zubereitung für den Teig ansehen – interaktiv und so!

Zutaten Pizzabelag:

  • Büffelmozzarella
  • Tomatensauce
  • Knoblauch
  • Prosciutto

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Zubereitung Pizza:

  • Nachdem der Teig genügend gegangen ist, rund wirken und mit einem Nudelholz ausrollen – eventuell weiteres Mehl dazu geben, wenn der Teig zu klebrig ist
  • Je nach Größe der gewünschten Pizza natürlich nur einen Teil des Teigs nehmen – bei uns bleibt generell immer eine kleine Menge Teig übrig, die man gut einfrieren und aus dem man Pizzabrot machen kann
  • Pizza mit Tomatensauce bestreichen und mit Mozzarella belegen…
  • …und bei 250 Grad circa 10 Minuten (natürlich zwischendurch checken) backen – mein Freund besitzt natürlich einen Pizzastein, wer den nicht hat, nimmt ein Blech, das geht auch
  • Die noch heiße Pizza mit Prosciutto und Knoblauch belegen. Gut passen auch Basilikum oder Rucola dazu.

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Natürlich ist der Pizzabelag Geschmackssache; du weißt ja, dass sich Pizza mit eigentlich allem belegen lässt, was man mag und Zuhause hat. Wir halten unsere Pizza recht klassisch und schlicht, so essen wir sie einfach am Liebsten. Guten Appetit!

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Hast du auch ein Lieblingspizzarezept? Welche Beläge bestellst du dir im Restaurant oder beim Lieferservice einfach immer (ich nehme meistens Pizza Margherita mit Knoblauch)? Oder bist du vielleicht gar nicht so der Pizzafan? (Das musst du mir unbedingt erzählen, das fände ich crazy, ich liiiiebe Pizza haha). Packst du deine Pizza dick voll mit verschiedenen Belägen oder isst du sie lieber wie ich, also ganz schlicht und einfach?

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22 Kommentare zu „Kitchen Corner #5 mit Mister X: Hausgemachte italienische Pizza

  1. Hmmm… Pizza <3

    Von Pizzalieferdiensten bin ich inzwischen abgekommen, da entweder die Qualität so "na ja" war oder ich die Beläge komisch finde (BBQ-Sauce auf einer Pizza?).

    Inzwischen machen wir sie deswegen auch selbst, obwohl ich noch etwas mit dem Teig hadere. Würde gerne Vollkornmehl nehmen, aber den Dreh habe ich noch nicht raus :-/

    Tatsächlich gibt es bei uns aber öfters Tartes/Quiches, da man bei denen das Gemüse fürs Kind besser verstecken kann :-D

    LG

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    1. Tatsächlich glaube ich auch, dass der Dreh bei Vollkornmehl ist, dass es nicht geht :D Vollkornmehl verhält sich ja auch bei Nudeln völlig anders als reguläres…

      Und dieses Gemüse verstecken ist voll fies, das wird bei mir auch immer versucht – Betrug! ;)

      <3

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    1. Hallo Eva,
      danke für deinen Kommentar. Ja, ein Pizzastein ist eine feine Sache. Wie reinigt ihr denn euren? Damit haben wir nämlich immer Probleme, wenn doch mal Soße oder Käse daneben gehen…
      Mit Mais? Ich kenne niemanden, der seine Pizza am liebsten mit Mais isst – also, jetzt schon :) Gut, dass da jeder was hat, was er mag :)

      <3

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      1. Etwas abscharben mit einem Küchenscharber, halt so, dass du nicht auf einmal den halben Stein abgescharbt hast.
        Ich hab mal gehört dass man seinen Stein gar nicht reinigen sollen, die Flecken die bleiben sollen von gemütlichen Momenten mit gutem Essen erinnern – sagen halt die Italiener :D

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  2. Danke für dein tolles Rezept. Werde es sicher nächstes Jahr ausprobieren. Du fragst dich sicher wieso erst nächstes Jahr. 😀 Meine jetzige Wohnung hat einen schlecht gelaunten Herd und Ofen. Die Hitze schwankt zu sehr. Die Herdplatten werden auch unterschiedlich und zeitlich verschieden warm. Also ein komisches Gefühl beim Kochen. Man darf es wirklich nicht alleine lassen. Der Vermieter will aber keinen neuen kaufen (da er ja noch funktioniert- gefährlich) . Naja. Nächstes Jahr werden wir hoffentlich umziehen und dann kann es nur besser werden. Vielen lieben Dank für dein Bericht. Gruß

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    1. Hey Veronika,
      mein Freund und ich (wir ziehen nächstes Jahr zusammen und damit auch nächstes Jahr um haha) hat genau das gleiche Problem mit seinen Herdplatten. Er nutzt sie gar nicht mehr, sondern hat sich eine Induktionsplatte obendrauf gestellt. Nun kochen wir bei ihm tatsächlich alles mit einer Platte, das geht aber besser als man denkt. Ärgerlich ist sowas aber natürlich trotzdem! Ich habe in meiner Wohnung dagegen z.B. gar keinen Herd :D Ich freue mich schon sehr auf meine neue Küche! Du dich sicher auch auf deine :)
      <3

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