Review: UV-Topcoats von essie, catrice, Trend It Up und p2

Mittlerweile habe ich eine ganze Reihe der UV-Topcoats, die ohne UV-Lampe aushärten sollen, ausprobiert. Denn Nagellack, der lange hält, ohne dass ich meine Pfoten unter spezielles Licht halten muss, hört sich für mich sehr verlockend an. Leider halten nicht alle Produkte, was sie versprechen… was überhaupt versprochen wird, wie das funktioniert und alle weiteren Infos gibt’s jetzt!

Was bedeutet es, dass keine UV-Lampe benötigt wird?

lieselotteloves-uv-lack-review-blog-vergleich-meinung-gel-top-coat-p2-catrice-base-coat-ohne-lampe-essie-gel-couture-trend-it-up-powerlack (18).jpgReguläre Gellacke, die im professionellen Nagelstudio gemacht werden sowie Standardsysteme für den Hausgebrauch, benötigen zum Aushärten eine spezielle UV-Lampe. So eine mit blauem Licht. Da müssen die Fingerchen nach dem Auftrag drunter, sonst trocknet der Lack / das Gel nicht. Ist es dann aber einmal trocken, hält das Zeug bombenfest (vorausgesetzt, das Nagelstudio hat ordentlich gearbeitet) und bis zu fünf Wochen. Mega! Haken: Die Prozedur dauert. Und kostet. Die neuen Systeme, die es in der Drogerie mittlerweile von praktisch jeder Marke gibt, versprechen eine Aushärtung ohne spezielle Lampe. Das soll schneller gehen und deutlich günstiger sein. Und immerhin sollen die Nägel zehn bis 14 Tage (je nach Hersteller) perfekt aussehen.

Wie verwendet man die UV-Topcoats?

lieselotteloves-uv-lack-review-blog-vergleich-meinung-gel-top-coat-p2-catrice-base-coat-ohne-lampe-essie-gel-couture-trend-it-up-powerlack (7).jpgJeder Hersteller preist seinen Topcoat (also einen Klarlack) natürlich mit speziellen Lacken der eigenen Marke an. Hat mich persönlich herzlich wenig interessiert. Der Topcoat soll mit allen Farblacken funktionieren. Wozu hab ich denn daheim so viele bunte Nagellacke, wenn ich dann wieder neue kaufen soll?! Man lackiert sich normal die Fingernägel in zwei Schichten, wobei man jede Schicht gut trocknen lässt. Dünner ist besser, aber deckend und gleichmäßig soll es ja schon sein… Dann kommt der Überlack drüber. Meiner Erfahrung nach kann man den ruhig großzügig auftragen. Trocknen lassen, und schon sollen die Nägel über eine Woche lang perfekt aussehen. Die UV-Lacke reagieren mit normalem Licht, härten damit also aus. Deswegen sind die UV-Überlacke alle in undurchsichtigen Flaschen verpackt. Dadurch weiß man natürlich nie, wie viel Lack noch in der Falsche ist… Weiterer Haken im Kleingedruckten: Die meisten Hersteller empfehlen, den Überlack alle zwei bis drei Tage erneut aufzutragen.

Braucht man einen Unterlack?

Ich bin ja prinzipiell immer für Unterlack, gerade bei dunklen Farben oder Rottönen. Warum? Weil sich sonst die Nägel schnell verfärben. Das ist nicht gefährlich oder schlimm, sieht aber einfach nicht so hübsch aus, wenn man mal keinen Nagellack tragen möchte. Bei den meisten neuen Gelsystemen steht aber dabei, dass man keinen Unterlack braucht und auch keinen nutzen soll. Und in meinem Test blieben die Nägel tatsächlich ohne Unterlack länger schön und hielten besser.

Wie gut ist das Gelsystem von …

… essie?

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Flüssig, aber nicht zu flüssig und ein breiter, flacher Pinsel: Hier hat essie alles richtig gemacht.

Fangen wir mit dem teuersten System im Test an. Der Überlack kostet 11,95€, jeder zum System passende Farblack kostet ebenfalls 11,95€. Ich habe mir damals ein Set aus Lack und Überlack gekauft, da gab’s nämlich 50% Rabatt, das war dann in Ordnung. Das klassische Rot, das ich mir ausgesucht habe (Nummer 345, ‚Bubbles Only’), ist von gewohnter essie-Qualität, lässt sich dank des flachen und breiten Pinsels leicht auftragen, ist mit der zweiten Schicht perfekt deckend und satt rot. Der Überlack hat eine angenehme Konsistenz, ist nicht zähflüssig wie es viele der UV-Überlacke sind (ist ja auch eine Art Gel) und lässt sich dadurch ganz leicht auftragen. Der auch hier flache und breite Pinsel hilft dabei zusätzlich. Den essie-UV-Topcoat soll man alle zwei Tage erneut auftragen, das funktioniert auch gut, weil der Lack recht schnell trocknet, ein bisschen gemogelt ist das aber ja schon: Bis zu zehn Tagr schöne Nägel – vorausgesetzt, du lackierst alle zwei Tage nach…

Links: ‚Bubbles Only‘ frisch aufgetragen / rechts: Die Farbe nach zehn Tagen mit vier oder fünf Schichten des essie-UV-Topcoats – ihr seht die ‚Tipwear‘ und die deutlich dunklere Farbe des Lacks

lieselotteloves-uv-lack-review-blog-vergleich-meinung-gel-top-coat-p2-catrice-base-coat-ohne-lampe-essie-gel-couture-trend-it-up-powerlack-6Und: Jede Schicht des klaren Überlacks macht den Farblack dunkler – das könnt ihr auf den Fotos oben ganz gut sehen. Die Haltbarkeit ist aber spitze; die zehn versprochenen Tage habe ich auch erreicht. Nur: Tipwear, also vorne eine abgestoßene Kante, ließ sich nicht vermeiden. Aus der Nähe sieht das nicht so schön aus (siehe Foto oben), es fällt aber niemandem auf. Mehr blättert da tatsächlich nicht ab, alles sitzt bombenfest, auch der Nagel selbst ist fest und stabil. Beim Abmachen merkt man richtig die dicke Schicht Klarlack; da muss man eine Weile drüber gehen, dann lässt sich aber alles rückstandslos entfernen, auch ohne Basecoat. Ich habe den essie-UV-Topcoat mit jedem meiner normalen essie-Lacke getestet (schaut dazu unbedingt mal montags zur #manimonday bei mir auf Instagram und Facebook vorbei!), mit den meisten Lacken hatte ich ein schönes, haltbares Ergebnis. Fazit: Der Überlack ist teuer, sein Geld aber wert. Wer selbst entscheiden will, wann der Nagellack abkommt und das nicht vom Lack abhängig machen will oder wer darauf angewiesen ist, dass seine Nägel einiges mitmachen, der sollte sich diese Anschaffung überlegen. Aber: Der Topcoat funktioniert mit manchen Lacken besser als mit anderen. Mit ‚Bubbles Only‘ bekomme ich recht schnell die Tipwear, mit anderen essie-Lacken dagegen nicht.

… catrice?

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Da bewegt ich nichts mehr – Der UV-Basecoat ist viel zu schnell viel zu stark eingetrocknet. Bis dahin war das Ergebnis toll…

Bei catrice muss man einen Base- und einen Topcoat kaufen, das ist deren Nagelsystem. Das fand ich von Anfang an toll: Ich nutze Basecoats eben sehr gern. Jede Flasche kostet 3,95€. Interessant ist hier, dass der Basecoat der eigentliche UV-Lack ist, nicht der Topcoat. Ich habe keinen der speziellen Lacke dazu gekauft, weil mir die Farben bei catrice irgendwie alle nicht recht gefallen wollen, ich weiß nicht warum. Tatsächlich besitze ich keinen einzigen catrice-Farblack. Ich habe das System vor allem mit meinen essie-Lacken genutzt und war anfangs hellauf begeistert. Obwohl beide Lacke recht zähflüssig waren, ließen sie sich toll auftragen und auch ohne jemals etwas nachzulackieren, hielt der Nagellack mindestens fünf bis sieben Tage lang. Das habe ich euch auch in meinem Beitrag Kapitel 2: 3 Lieblinge von … catrice erzählt. Und was ist dann passiert? Tja, beide Lacke sind wahnsinnig schnell ZU zähflüssig geworden. Jetzt ziehen sie wahnsinnig doll Fäden, klumpen auf den Nägeln und  – das schlimmste – hinterlassen Blasen nach dem Trocknen auf den Nägeln. Das sieht einfach nach schlechter Maniküre aus. Halten tun sie auch nicht mehr gut, meistens schälen sich die Nägel komplett innerhalb weniger Tage ab, als hätte ich einen Peel-Off-Basecoat verwendet. Das Ablackieren geht auch hier gut, dank des Basecoats gibt es auch wirklich keinerlei Verfärbungen. Fazit: Das catrice-System ist günstig und funktioniert gut. Nur: Man muss die Flaschen regelmäßig austauschen, weil sie viel zu schnell austrocknen und dann ganz fies auf den Nägeln werden. Wer sich super regelmäßig die Fingernägel lackiert, bekommt die Flaschen vielleicht vorher leer, alle anderen müssen wohl leider eine Menge wegwerfen, und das ist natürlich ärgerlich.

… trend it up?

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UV-Powerlack von Trend It Up: Recht flüssig, etwas zu breiter Pinsel – der Auftrag ist in Ordnung

Hier kauft man für 2,25€ entweder einen matten oder einen glänzen Topcoat (ich habe mal von einer Nagelexpertin gelesen, dass matte Topcoats generell nicht so gut halten). Ich habe mich für die glänzende Variante entschieden. Dazu gibt es für ebenfalls 2,25€ die passenden ‚UV Powerlacke’. Ich habe mir 040, ein schlammiges Lila (klingt super sexy, ist aber hübsch) gekauft. Mit dem Auftrag des Farblacks war ich nicht so zufrieden wie mit meinen essie-Lacken. Der Pinsel funktioniert für meine Nägel nicht ganz so gut, der Lack selbst ist aber wirklich gut. Der Topcoat ist recht flüssig. Der Auftrag ging gut und leicht, alles kein Problem. Diesen Überlack habe ich übrigens nur mit dem passenden Nagellack ausprobiert. Ich habe mich bereits nach der ersten Benutzung so drüber geärgert, dass ich ihn nicht weiter ausprobieren wollte. Denn er hielt nicht. Nach allerspätestens vier Tagen war Schluss, egal, wie viel Mühe ich mir beim Lackieren gegeben habe (nicht zu dick, nicht zu dünn, nicht die Nagelhaut berühren, das begünstigt nämlich Luft unterm Lack, Nagelhaut zurückschieben usw.). Klar, die Lacke sind nicht teuer, aber ich hatte mir mehr versprochen. Ständig hatte ich an irgendeinem Nagel einen Patzer und musste nachbessern oder neu lackieren. Ätz!

lieselotteloves-uv-lack-review-blog-vergleich-meinung-gel-top-coat-p2-catrice-base-coat-ohne-lampe-essie-gel-couture-trend-it-up-powerlack (3).jpgMeine Freundin Lovely C, die mir die UV Powerlacke empfohlen hat, sagt dagegen, dass die Lacke bei ihr unfassbar gut halten und sie mehrfach auf ihre schönen Nägel angesprochen wurde. Klar, jeder ist anders, und auf den Nägeln halten bei unterschiedlichen Menschen unterschiedliche Lacke unterschiedlich gut, das ist ganz normal. Es gibt ja auch genügend Frauen, bei denen Nagellack von sich aus super hält, dazu gehöre ich nicht. Bei mir ist mit normalem Lack nach spätestens zwei Tagen Schluss, aber leider auch mit diesem nach vier. Das Entfernen ging gut und vollständig. Fazit: Ich habe hier gemischte Gefühle, weil meine Freundin diesen Überlack so toll findet, er bei mir aber nicht lange gehalten hat. Vor allem an den Spitzen ist mir ständig was abgesplittert. Der UV-Topcoat ist günstig, lässt sich ordentlich auftragen und vielleicht habt ihr ja damit Glück.

… p2?

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Wahnsinnig flüssig, der Pinsel ist in Ordnung

Vorneweg: Das war für mich der schlechteste Topcoat. Er hat die Haltbarkeit des Farblacks praktisch überhaupt nicht verlängert. Nach allerspätestens vier Tagen war Schluss, eher aber schon nach zwei bis drei. Der Topcoat ist sehr flüssig; ich hatte überhaupt nicht das Gefühl, dass es sich um einen speziellen Überlack handelt. War wie jeder andere Topcoat auch. Ich mag die Nagelprodukte von p2 sehr, dieses hier hat bei mir aber einfach nicht gut funktioniert. Der Auftrag gelingt natürlich gut dank der nicht zähen Konsistenz (das war bei catrice schon deutlich schwieiger) einersets gut, andererseits hatte ich auch das Gefühl, der Lack fließt überall hin, wo ich ihn nicht haben möchte. Das Ablackieren ist einfach. Fazit: Leider nichts für mich, hält einfach nicht gut.

Halten die UV-Topcoats denn nun, was sie versprechen?

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lieselotteloves-uv-lack-review-blog-vergleich-meinung-gel-top-coat-p2-catrice-base-coat-ohne-lampe-essie-gel-couture-trend-it-up-powerlack (13).jpgJein. Bei mir haben sie fast alle die Haltbarkeit der Farblacke verlängert, leider aber oftmals nicht annähernd lange wie versprochen. Der essie-Topcoat funktioniert für mich am besten, ist aber auch teuer. Catrice war auch wirklich gut, leider muss man hier wohl öfter neue Fläschchen kaufen, meine sind unfassbar schnell zu trocken geworden, weswegen das System jetzt gar nicht mehr funktioniert und nur hässliche Nägel macht. Trend It Up und p2 sind bei mir leider durchgefallen. Man kann es nicht jedem Nagel recht machen. Ob ein Lack gut hält, hängt von so vielen Faktoren ab… Und vor allem vom Nagellack! Ich nutze mittlerweile fast ausschließlich essie-Lacke – Farben, die mit dem einen UV-Topcoat gut hielten, gingen beim anderen sehr schnell ab. Und der essie-UV-Topcoat, hält auch nicht mit jedem Farblack gleich gut, aber unabhängig davon, ob man ihn mit den speziellen gel-couture-Lacken verwendet oder nicht. Das ist natürlich schade und ein bisschen Ausprobiererei. Wenn man mit essie aber eine gute Kombination gefunden hat, hält der Lack bombenfest und wirklich wie versprochen zehn Tage lang – wenn man nachlackiert. Stimmt die Komni nicht, komme ich nur auf vier Tage…

Achso: Trocknen tun alle UV-Topcoats und -Nagelsysteme gut! Da macht das Lackieren wirklich Spaß!

Nutzt ihr UV-Lacke, die ohne spezielle Lampe aushärten? Hat jemand die UV-Topcoats von Sally Hansen, misslyn, essence oder alessandro ausprobiert? Wie sind eure Erfahrungen damit? Lohnt es sich, dass ich mir noch weitere Marken anschaue, weil sich irgendwo doch noch eine bessere Alternative versteckt?

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17 Kommentare zu „Review: UV-Topcoats von essie, catrice, Trend It Up und p2

  1. Hahaha, Du hast Fragen gestellt – ich antworte! (Hoffentlich wird mein Kommentar nicht wieder so lang wie der von den Handcremes *schmunzel*)

    Aaalso,
    Ich habe das „Essie-Gel Couture“ und das „Sally Hansen- Miracle Gel“-Modell. Die Preise sind happig, aber ich bin ja nunmal Lack-süchtig, und muss alles ausprobieren.

    Am Essie-Gel Couture-Lack-System hat mich der besondere Pinsel gefreut. Er ist gewohnt breit (mit den breiten Pinseln komme ich einfach besser zurecht) und der Pinselstiel ist geschlungen, was dafür sorgt, dass der Lack langsamer nachfließt. Infamer Weise bietet die Gel Couture-Reihe andere Farben an als die reguläre, in der neue Farben immer so sehr bereits vorhandenen ähneln, dass ich dort lange nicht mehr so oft zuschlage wie ich es früher getan habe. Stattdessen verfalle ich immer öfter neuen Farben der Gel-Reihe.

    Ich muss sagen, dass ich natürlich den dazugehörigen Gel-Top-Coat ebenfalls gekauft habe, weil ich mir längere Haltbarkeit versprochen habe. Meine Nägel neigen seit einigen Monaten zum Splittern, was ich oberflächlich abfeile. Das macht die Nägel dann natürlich so dünn/schwach an den Spitzen, dass sie leicht an den überstehenden Rändern „verbiegen“, was Lack-Chipping natürlich zur Folge hat.

    Nun dachte ich also, dass zusammengehörige System für den nötigen Halt weil Festigkeit sorgen werden.

    Gleiches gilt für das Miracle Gel-System von Sally Hansen.

    Ich muss jetzt dazu sagen, dass ich im Vergleich zu meinem bisherigen UV-Top Coat, dem Essence „Better Than Gel“, keine spürbare Verlängerung der Haltbarkeit festgestellt habe. Dies kann aber wie gesagt an meinen Problemnägeln liegen. Für mich sind die Essie- und Sally Hansen-Gel-Systeme keine wirkliche Bereicherung meiner Maniküre. Ich habe einige Videos auf Youtube dazu geschaut und die Meinungen gehen hier teilweise auseinander. Man darf keine Wunder erwarten: wenn man keine gute Grundlage hat und schonungslos mit seinen Händen/Fingern arbeitet (Dosen öffnet, im Wasser arbeitet, Haus-/Gartenarbeit macht), der darf hier nicht unendliche Haltbarkeit erwarten. Außerdem bedarf es einiger grundlegender Dinge, die zu beachten sind, um eine Maniküre auch mit „normalen“ Lacken haltbar zu machen. Wie zB darauf zu achten, dass die Nagelhaut immer sauber zurückgeschoben ist und keine alten Hautrestchen sich auf dem Nagelbett befinden. Dass die Finger vor dem Lackieren gründlich gewaschen, damit fettfrei sind. Dass man keine Billiglacke verwendet. Und dass man beim Lackieren die Nagelspitze einmal mit Farblack und am Schluss mit Top Coat ummantelt (zögert das Tipware hinaus).

    Bei der Youtuberin Kelli Marissa ist jetzt der neueste Shit, die Nägel zu dehydrieren. Es gibt spezielle „Lacke“ dafür, aber Haushalts-Essig sollte es auch tun. ich persönlich habe ein wenig Angst, das auszuprobieren, da meine Nägel stellenweise splittern. Ich bin der Überzeugung, dass es an zu trockenen Nägeln liegt. Ich nehme seit einigen Wochen Vitamine und Selen und verwende Nagelhautöl. Ich möchte erst einmal hier eine „Langzeitstudie“ machen, wie sich der Zustand meiner Nägel verändert. Ich habe den Eindruck, dass das Splittern schon wesentlich besser geworden ist – aber eben noch nicht an allen Nägeln völlig verschwunden. Da solche Veränderungen erst ihre Resultate nach gut 3 Monaten zeigen, wenn der Nagel einmal völlig herausgewachsen ist, möchte ich kein Risiko eingehen. Für mich reicht es erst einmal, die Nagelhaut zu entfernen, die Hände vor der Maniküre gründlich warm zu waschen (halte mich für verrückt, aber ich putze sie anschließend noch mit Zahnpasta und einer elektrischen Zahnbürste – der Aufsatz natürlich nur für diesen einen Zweck genutzt oder –>), mit einer Nagelbürste zu schrubben, damit sich möglicherweise noch Reste von Nagelhaut lösen und verhornte Stellen in der Nagelfalz abreiben und danach die Hände NICHT einzucremen. Erst, wenn die Maniküre beendet ist, creme ich die Hände reichhaltig ein und trage auf die Nagelhaut zusätzlich noch Öl auf (jedes beliebige geeignet: teures spezielles Nagelhautöl ebenso wie organisches Öl wie Olivenöl oder Kokosöl etc.).

    Zum Thema „billige Lacke“ muss ich sagen, dass ich einige Lacke von p2, Colour Show, TrendItUp gekauft habe. p2 und TrendItUp aufgrund schöner Farben. Colour Show, weil die von allen deutschen Drogerie-Billiglacken am geeignetsten für Watermarble-Designs scheinen. P2 und TrendItUp sind für mich völlige Fehlkäufe. Sie sind zwar günstig, aber halten nicht mal zwei Tage. Da liegt es in der Tat nicht an schlechten „Nägeln“, sondern an schlechten Billig-Lacken. Ich muss aber der Wahrheit die Ehre geben und einräumen, dass selbst die alles andere als günstigen Picture Polish-Lacke bei mir stellenweise chippen. Ich denke, Deine Beobachtung ist richtig, dass es auch von den teuren Marken Farblacke gibt, die besser oder weniger gut halten!

    Ich bin ebenso wie Du der Meinung, dass es jeder (Gel)Top Coat tut und nicht unbedingt der aus der Gel-Reihe sein muss. Ich muss hier nochmals den essence Better Than Gel-Top Coat erwähnen. Auch er zieht Fäden, wenn er beginnt einzutrocken (Fläschchen immer gründlich fest zudrehen), was sich aber mit ein paar Tropfen Lackverdünner (gibt es im dm von p2 zB) beheben lässt. Ansonsten LIEBE ich ihn! Man kann ihn satt auftragen (Vorsicht, nicht in die Rillen laufen lassen und Luftbläschen mit einem abgestreiften Pinsel rauspinseln), er trocknet schnell und hinterlässt ein glänzendes (Gel-)Finish.

    Mein absoluter Favorit (aber nicht ganz günstig) ist jedoch seit Neuestem der Fast Drying Top Coat von Seche Vite. Diesen gibt es bei uns nur über das Internet zu kaufen. Habe zB günstig bei amazon einen Dreierpack aus USA bestellt. Normalerweise kostet ein Fläschchen ca 8 EUR. Er trocknet schnell, zieht keine Fäden (da es sich nicht um einen Gel- Top Coat handelt), hinterlässt aber ebenso ein dickes Gel-Finish und verhilft der Maniküre zu bestmöglicher Haltbarkeit. Von mir eine absolute Kaufempfehlung! Einziges Manko: er riecht sehr intensiv chemisch.

    Ich stimme Dir zu, die Farben von Catrice sind auch nicht so meine Favoriten. Ich habe einen dunklen blaustichigen Moosfarbenen Lack und einen aus der Luxury Nudes-Reihe, der schön beige schimmert. Haltbarkeit so la la.

    So, ich glaube, das war’s bei mir. Würde mich freuen, auch von anderen Ihre Erfahrungsberichte zu lesen :-)

    Liebe Grüße
    Stephanie

    (IG: lac_addict)

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    1. Hallo Stephanie,
      vielen Dank für diesen tollen und ausführlichen Kommentar! In Sachen Nagellack kann ich immer dazu lernen, da ist deine Meinung wirklich goldwert :)
      Das mit den Essie-Gel-Lacken und dass diese andere Farben haben als die regulären Lacke, ist mir natürlich auch aufgefallen. Ich finde das schrecklich fies, weil ich noch nicht so viele Essie-Lacke habe, und dann immer hin und her gerissen bin… Ich finde knapp 12€ für einen Nagellack schon sehr teuer. Da mich aber qualitativ bisher noch kein einziger essie-Lack enttäuscht hat (ja, das merke auch ich als ‚Laie‘ – vielleicht sogar mehr als die Profis, weil ich völlig verzweifle, wenn ein Lack nicht das tut, was ich gern von ihm hätte…), sind sie ihr Geld wahrscheinlich schon wert.
      Dass dieser Lack von essence toll sein soll, habe ich tatsächlich an anderer Stelle schon mal gehört. Den muss ich auch mal ausprobieren, der kostet ja sicher nicht viel.
      Dass man kein Öl auf seinen Nägeln vor dem Lackieren haben soll: logisch. Aber dehydrieren?! Boah klingt das fies. Und ganz, ganz schlecht für die Nägel.
      Meine splittern nämlich auch recht leicht und sind generell sehr weich, sodass sie immer irgendwann einreißen, wenn ich keinen Nagellack verwende, der das Ganze irgendwie ‚zusammenhält‘. Leider macht Nagelentferner die Nägel trocken und dann splittern sie wiederum leichter (nehme ich an), das ist wirklich dämlich.
      Eine Frage zum Lackierdünner: Macht der denn dann nicht diese Gel-Eigenschaften des Lacks kaputt?

      Ich mache mit meinen Händen eher wenig Hausarbeit oder trage Handschuhe (auch wenn man drin fies schwitzt), tippe aber den ganzen Tag, weswegen ich laufend diese doofe Tipwear habe. Das kann auch der Essie gel-couture-Überlack nicht verhindern, aber auf dem Nagel selbst hält der Lack wirklich richtig fest. Ich kenn das ja selbst, wenn Lacke gefühlt alle 5 Minuten irgendwo absplittern, das ist so ärgerlich, und wäre froh, wenn es was gäbe, was wirklich bei jedem mit jedem Lack funktioniert :/

      Liebe Grüße,
      Lieselotte

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      1. Hi, Du – danke für deine lange Antwort. Dass bei Dir der Lack auch mal abplatzt, liegt m.E. an zu weichen Nägeln. Wenn sich der Nagel „biegt“, platzt natürlich hie und da mal Lack ab. Finde ich nur logisch. Ich würde Dir zu Nagelhärtern raten. Ich habe sehr gute Erfolge im Übrigen mit dem MicroCell 2000-Lack erzielt. Der „blaue“ enthält Formaldehyd (krebserregend), daher habe ich ihn nicht so lange benutzt. Aber natürlich hat das Formaldehyd die Nägel besser konserviert, weshalb ich damit eine zeitlang schöne Nägel hatte. Später bin ich auf das „grüne“ MikroCell 2000 ohne Formaldehyd umgestiegen. Irgendwann fing wieder verstärkt das Splittern an. Ich ärgere mich, dass ich kein Tagebuch über meine Nagelroutine geführt habe. Ich bin nicht sicher, ob das Splittern damit erst begünstigt wurde. Ich habe das jedenfalls damals behauptet, erinnere ich mich, und habe die Verwendung abgesetzt. Aber wenn Du Dich umhörst, alles schwört auf diesen Wunderlack, der die Nägel hart machen und splitternde Nägel „heilen“ soll (gibt es nur als „Kur“ oder auch als farbiger Lack). Da ich noch nicht lange meine Nägel so regelmäßig lackiere und mit „austrocknenden“ Dingen wie Nagellackentferner oder mit „gesunden“ wie Hautöl arbeite, und der Nagel wie gesagt um die 3 Monate benötigt, bis er einmal vollkommen herausgewachsen ist, kann ich heute wirklich schwer sagen, was dazu geführt hatte, dass meine anfangs wunderschönen, festen, langen Nägel nach ca 4-6 Monaten anfingen abzusplittern – und wie ich es wirklich geschafft habe, dass sich das auf ein Minimum reduziert hat. Ich habe so viel im letzten Jahr in Foren und Ratgebern gelesen und so viele Berichte auf Youtube geschaut, dass es für mich offensichtlich geworden ist, dass weder langjährige Hobbylackierer, noch Beautysalons oder -wissenschaftler wirklich sagen können, was „man“ tun muss, um schöne gepflegte, gesunde und lange Nägel zu erhalten. Abhängig von den Eigenschaften des Nagels. Aber ich rate Dir auf jeden Fall mal zum Kauf eines Fläschchens dieses MikroCell-Lackes.
        Ich wollte noch, weil ich es in meinem Kommentar vergessen habe, ergänzen, dass es sein mag, dass matte Top Coats schneller abgehen als klare. Ich könnte mir das zwar nicht erklären, aber wenn es so wäre, dann spricht einiges dafür, erst mit einem klaren Top Coat den Lack zu versiegeln und anschließend noch einen matten Top Coat darüber zu geben, wie es viele machen (in Youtube-Videos so gesehen). Ich verwende wenig matte Top Coats, weil mir das glänzende Finish besser gefällt. „Bunte“ oder detailreiche Nailart kommt aber soweit ich bei anderen gesehen habe, besser zur Geltung mit einem matten Finish.

        Ach, und um auf Deine Frage zurückzukommen: ich habe keine schlechten Ergebnisse mit dem Verdünner bei dem essence Top-Coat festgestellt. Sobald die Flasche anfängt, Fäden zu ziehen, kaufe ich eine neue Flasche. Sobald die halb leer ist, kippe ich den alten Top Coat hinein und gebe noch 4 bis 5 Tropfen Verdünner dazu – et voila.

        Liebe Grüße Stephanie

        Gefällt 1 Person

      2. Hey Stephanie,
        du weißt ja echt Bescheid über Nagellack :)
        Und man merkt, dass ich zu viel auf Youtube und auf Blogs bin, denn von dem MikroCell habe ich auch bereits gehört – und speziell auch von dem grünen. Jetzt, wo du das auch sagst, werde ich mir den wohl holen müssen. Der war auch bei Müller (ob jetzt nur in ‚meinem‘ oder überall weiß ich nicht – wahrscheinlich aber Letzteres) im Angebot.
        Vielen Dank nochmal für deine vielen tollen Tipps und dass du dein Wissen mit mir (und meinen Lesern) teilst, das ist wirklich super! <3

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