Kolumne #12: What’s in my bag? Schwimmtaschen-Edition

Ich kann schwimmen seit ich vier bin. Ohne Schwimmflügel. Seepferdchen habe ich mit fünf gemacht. Im Alter von sechs bis zehn habe ich mehrere Medaillen gewonnen. Ja, da bin ich stolz drauf, da ich sonst nie irgendwo ganz vorne mit dabei war. Erst recht nicht beim Sport. Ich schwimme immer noch gern, wenn es mein Schweinehund zulässt. Deswegen zeige ich euch heute, was ich so in meiner Schwimmtasche habe, denn diese kleine Diva hier geht natürlich nicht ohne Pflegekram ins Schwimmbad. Das wäre mir dann doch eine Spur zu krass…

Kolumne-what-is-in-my-bag-kulturbeutel-schwimmbad-schwimmen-produkte-lieselotteloves (11).jpgLasst uns nochmal kurz von vorne anfangen (jaja, ich weiß „Oh Gott, jetzt fängt sie wieder bei Adam und Eva an“, gebt mir mal eine Chance!). Ich schwimme gut, ich schwimme schnell und ich schwimme auch gern. Wenn da nicht ein paar Probleme wären… Meine Haut reagiert zwar nicht so arg empfindlich auf Inhaltsstoffe, die in Kosmetik verwendet werden, aber sie reagiert super empfindlich auf Berührungen, auf Kleidung (z.B. auf enge Badeanzüge) und auch auf Chlorwasser. Ich bin praktisch komplett rot, wenn ich aus dem Becken steige, meine Haut ist etwas heiß und einfach furchtbar gereizt. Ginge ich regelmäßig schwimmen, ich hätte vermutlich keine Haut mehr. Die Pflegeprodukte, die ich mit ins Schwimmbad nehme, sind also abgestimmt auf diese Bedürfnisse. So, Einleitung Ende.

Trotzdem noch ein Wort: Ich finde es unfassbar wichtig, gut schwimmen zu können. Ihr müsst nicht kraulen können, einen Kopfsprung muss man auch nicht unbedingt machen und in meinen allerbesten Schwimmzeiten habe ich gerade mal 50 Meter Schmetterling hingekriegt. Aber: Jeder sollte wissen, wie man sich effizient und effektiv im Wasser fortbewegt. Schwimmen ist anstrengend, und wer mal im Meer oder im Baggersee in eine Strömung geraten ist, weiß, wie schnell das wahnsinnig gefährlich werden kann. Ich sehe im Schwimmbad regelmäßig viel zu viele Leute, die nicht richtig schwimmen können und nach jeder Bahn eine Pause einlegen müssen. Schwimmen lernen ist keine Frage des Alters, man muss nur ein bisschen üben. Es geht nicht darum, sportlich zu sein (ich bin das sicherlich nicht, habe aber Ausdauer beim Schwimmen), es geht um die eigene Sicherheit. Im Ernstfall ums Leben. Also: Bringt euren Kindern schwimmen bei und übt es selbst.

Kolumne-what-is-in-my-bag-kulturbeutel-schwimmbad-schwimmen-produkte-lieselotteloves (12).jpgSo, tauchen wir ab in meine Schwimmtasche! Nach dem Schwimmen wird zuerst geduscht. Da Chlor Haut und Haare brutal austrocknet und gleichzeitig klebt wie Sau (besserer Vergleich fällt mir nicht ein), muss was Pflegendes her, das gleichzeitig gut und gründlich reinigt. Für meine Haare nehme ich zur Zeit das Balea Intensivpflegeshampoo Vanille und Mandelöl. Und wenn ihr euch jetzt fragt, warum ihr das nirgends auf den Fotos seht: Ich fülle es um. Ich finde Pumpspender im Schwimmbad viel praktischer, weil es da in den Duschen eng ist und man wenig Abstellfläche hat. Den Pumpspender kann man mit einer Hand bedienen. Nach dem Schwimmen nehme ich recht viel Shampoo, viel mehr als sonst, weil sonst so ein Schleier auf den Haaren zurückbleibt und sie sich fies und stumpf anfühlen. Ich hab‘ dann so ‘nen richtigen Schaumkopf – ich shampooniere dann auch meine Spitzen, was ich sonst nie mache, weil es reicht, wenn das Shampoo beim Auswaschen da mal „drüber läuft“ – und knödel‘ meine Haare einfach aufm Kopf zusammen. Dann lass ich das alles ein bisschen einwirken, was ich sonst nie mache. Und ich wasche es erneut. Da nehme ich dann aber deutlich weniger Pumpstöße, drei oder vier, schäume damit aber nur den Kopf ein, auf die Spitzen und Längen gebe ich parallel die Maske Garnier Fructis Kraftzuwachs, die man wieder auswäscht. Es scheint diese Maske gar nicht mehr zu geben… wie oft wechseln die bitte ihr Sortiment? Aber es gibt viele andere Masken im Topf von Garnier, die alle ähnlich riechen und sehr reichhaltig pflegen. Daheim nutze ich nie Masken dieser Art, nur Spülungen, weil die nicht ganz so reichhaltig sind. Aber nach dem Schwimmen darf JEDE Menge Öl und so Kram in meine Haare, auch beim Shampoo, das mir sonst auch viel zu reichhaltig wäre, weil ich sonst Strohhaare hätte.

Kolumne-what-is-in-my-bag-kulturbeutel-schwimmbad-schwimmen-produkte-lieselotteloves (10).jpgWährend das alles auf meinem Kopf sitzt, wasche ich den Rest von mir – manchmal tatsächlich auch zwei Mal, weil dieser fiese Chlorgeruch einfach nicht weggehen will. Lässt man das Duschgel aber auch ein bisschen einwirken und verteilt es überall großzügig, reicht auch eine Ladung. Auch hier brauche ich was mit Pflege, gerade weil meine Haut rot und fies ist. Ich habe eine Zeit lang diese Indusch-Produkte getestet, weil ich dachte, dass das eine gute Möglichkeit im Schwimmbad wäre, schnell die Haut zu pflegen, aber die Dinger bringen gaaaar nichts. Pure Geldverschwendung. Von den Teilen hab ich echt sowas von die Schnauze voll. Widerliches Zeug. Mehr dazu hier: Aufgebraucht Juli 2016 – XXL: Teil 1/2 – Dusche. Im Beitrag habe ich euch auch ein Duschöl vorgestellt, das ich nach dem Schwimmen verwendet habe – Bis auf den Geruch war das deutlich besser als dieses Indusch-Zeug. Und es kam im Pumpspender. Ich liebe Pumpspender im Schwimmbad. Im Moment nehme ich also die ISANA Pflegedusche Öl-Perlen mit Zitronengrasgeruch. Gibt’s bei Rossmann und pflegt für ein Duschgel ganz ordentlich. Es ersetzt niemals eine Bodylotion, aber es verhindert, dass ich das Gefühl habe, meine Haut fällt ab nach dem Schwimmen… Und der Duft ist richtig angenehm, fruchtig und leicht süßlich.

Kolumne-what-is-in-my-bag-kulturbeutel-schwimmbad-schwimmen-produkte-lieselotteloves (3).jpgIn der Umkleide trockne ich dann zuerst meine Füße ab (die natürlich in Flip Flops stecken! Geht Nicht. Ohne. Badeschuhe. Ins. Schwimmbad. Ich habe mir da mal ganz fies Fußpilz eingefangen, der, weil ich ihn zu spät gemerkt habe, dann sogar zu Nagelpilz wurde. Und es war super langwierig, den komplett wegzubekommen, teuer und sehr schmerzhaft. Von wegen, man pinselt einfach Nagellack auf die betroffenen Nägel, das bringt GAR nichts. Ich hatte Laserbehandlungen. Aua! Und wenn ich zu dem Zeitpunkt nicht noch bei meiner Mutter mitversichert gewesen wäre, hätte der Spaß fast 2000€ gekostet! So oder so war ich deswegen fast genau ein Jahr in Behandlung. Ich trage jetzt IMMER Flip Flops im Schwimmbad, egal wohin ich gehe. Und wenn ich nur von einem Becken zum anderen gehe. Diesen besch*** Nalgepilz hole ich mir nicht nochmal!) und sprühe die Füße dann mit dem Balea Fußschutzpflegespray ein (bei Rossmann gibt es auch so ein Produkt von ISANA). Das riecht zwar bisschen fies nach Teebaumöl, soll aber Fußpilz vorbeugen. Und weder ich noch mein Freund, der das Zeug auch regelmäßig verwendet, haben Fußpilz bekommen. Wir tragen aber auch Badeschuhe. Tragt Badeschuhe! Ganz ehrlich: Wenn ich sehe, wie viele Haare ich an meinen Flip Flops hängen habe, wenn ich aus der Dusche komme, geht es mir nicht nur darum, Bakterien von meinem Körper fernzuhalten, sondern auch diese fiesen Haare. Wäh! Das Spray kühlt die Haut und ist nicht unangenehm. Danach nehme ich Deo, ich kämpfe immer noch mit der Flasche Rexona shower fresh, die ich gefühlt seit vier Jahren besitze… Ich mag einfach kein Deospray, gerade in der engen Umkleidekabine habe ich jedes Mal das Gefühl zu ersticken und nehme nur gaaaanz wenig Deo, so wenig wie ich nur kann.

Kolumne-what-is-in-my-bag-kulturbeutel-schwimmbad-schwimmen-produkte-lieselotteloves (8).jpgFür mein Gesicht verwende ich ein Produkt, das euch überraschen dürfte, wenn ihr mir immer fleißig zulest. Ich verwende nämlich die NIVEA Soft und die ist VOLL von Mineralöl. Und ich mag mir kein Mineralöl auf die Haut schmieren, ich finde das brutal fies. Leider, leider und nochmal leider ist diese Creme die einzige, die nach dem Schwimmen nicht brennt. Die einzige. Und ich habe sie alle getestet. Naturkosmetik, Babycremes, Cremes, die laut Definition wirklich NICHTS Schädliches enthalten, alles brennt und juckt. Nur diese Creme nicht. Also nehme ich die. Nach dem Schwimmen spannt meine Gesichtshaut wirklich deutlich, und diese Creme pflegt richtig gut. Sie macht das Gesicht auch sehr fettig und zieht nicht so gut ein, weswegen ich nach einigen Minuten die Reste mit dem Handtuch einfach wieder abnehme, aber sie ist angenehm und brennt eben nicht. (Welche NIVEA-Creme ich abends gern verwende, lest ihr hier: Kolumne #10: Meine Abendroutine). Darüber gebe ich dann noch mein Sephora Huile-Sérum, das ich immer in Frankreich kaufe. Es gibt aber auch in Deutschland Gesichtsöle zu kaufen. Es kühlt ganz leicht die Haut und mildert sofort alle Spannungsgefühle. Ich trage das Öl besonders um die Augen herum auf, weil ich auch von meiner Schwimmbrille  ganz fiese rote Abdrücke habe, die ich dann so ein bisschen wegmassiere mit dem Öl. Ich sehe trotzdem aus wie ein Waschbär. Wie ein roter Waschbär (meine Schwimmbrille ist aber super, da kommt wirklich kein Wasser durch und sie beschlägt nicht so stark – es ist die arena ‚Cobra Mirror‘, die mit über 20€ alles andere als günstig ist, aber sie ist auch der Rolls Royce unter den Schwimmbrillen, die auch gern Profis nutzen). Als Letztes gebe ich dann das Elvital Glatt Seidig Pflegespray in meine Haare, das es schon lange nicht mehr gibt. Es ist kein Hitzeschutzspray, macht die Haare aber weich und gepflegt. Ich würde euch ein Hitzeschutzspray empfehlen. Denn auch wenn ich praktisch nie meine Haare föhne, nach dem Schwimmen mache ich es. Ist besser für die Gesundheit. Und da ich meistens eh auf meinen Liebsten warten muss (er schwimmt langsamer als ich hihi, da bin ich einfach früher fertig trotz des ganzen Beautyprogramms), kann ich mich auch föhnen.

Kolumne-what-is-in-my-bag-kulturbeutel-schwimmbad-schwimmen-produkte-lieselotteloves (7).jpgIhr habt vielleicht gemerkt, dass ich keine Bodylotion verwende. Und das, obwohl ich sage, dass meine Haut so trocken und rot nach dem Schwimmen ist. Ertrage ich nicht. Im heißen, dampfigen Schwimmbad, wo man sich schnell anziehen will, will ich mich nicht eincremen. Wäh, geht nicht. Ich hole das dann bei Bedarf Zuhause nach. Welche Bodyotion ich dann am liebsten verwende, lest ihr hier: Drogerie-Duell #4 / dm-Haul #1 Review: dm vs. Marke – Bodylotions.

Und das waren alle Beautysachen, die ich mit ins Schwimmbad schleppe. Was befindet sich so in euren Sporttaschen? Auf welche Produkte schwört ihr? Habt ihr nach dem Sport die gleichen Beautylieblinge wie sonst oder habt ihr, so wie ich, da völlig andere Sachen in der Tasche? Schreibt es mir in die Kommentarbox!

Weitere ganz wunderbare Beiträge von mir ;)

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11 Kommentare zu „Kolumne #12: What’s in my bag? Schwimmtaschen-Edition

  1. Huhu, super interessant was du alles in der Sporttasche hast. Aber wenn man so gebeutelt ist, ist es sicher besser mehr zu nehmen als zu wenig. ICH stimme dir voll und ganz zu, schwimmen soll jeder können, ich lebe an der Küste und weiß wie es ohne Schwimmkenntnisse ausgehen kann. Ich gehe zwar nicht gerne schwimmen, aber kann es zumindest. Wünsche dir ein schönes Wochenende. LG britti ♡

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  2. Guten morgen!
    Vielen Dank für den tollen Artikel, da habe ich lange drauf gewartet. Witzigerweise benutzen wir teilweise ähnliche Produkte, z.B. die Nivea Soft Creme, ein Haarspray von Elvital (+ Hitzeschutz!), Sprühdeo (was ich auch versuche leer zu bekommen…) und ein Haarprodukt von Granier Fructis. Und natürlich das Fußspray, aber die Idee habe ich ja von dir. ;-) Finde den Geruch auch gar nicht so schlimm. Heute geht’s auch wieder ab ins Schwimmbad!
    Freue mich auf weitere Beiträge und wünsche dir einen guten Start in die neue Woche!
    xoxo Svenja

    Gefällt 1 Person

    1. Huhu Svenja,
      Ja, da musstest du tatsächlich lange warten – das lag daran, dass ich die Sachen nicht fotografieren konnte, weil die bei Marco sind und ich nicht bei ihm war :/ Weitere Wünsche werden in Zukunft schneller umgesetzt – also immer her damit :)
      Wenn diese Sachen leer sind, gibt’s auch ein Update, versprochen! (denn auch im Schwimmbad kann man immer wieder Neues testen…)
      Dir auch eine schöne Woche und viel Spaß im Schwimmbad, du Fleißige! :)

      <3

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