Kolumne #8: 10 Dinge, die ihr noch nicht über mich wusstet // Der ‚Liebster’-Award

Ich wurde für den ‚Liebster’-Award nominiert, und der funktioniert so: Man nominiert seine liebsten Blogger und bittet sie, ein paar (persönliche, private, lustige) Fragen über sich zu beantworten. Klingt nach einem tollen Aufhänger für meine neueste Kolumne – da mache ich doch gerne mit! Ihr lest heute also 10 Dinge, die ihr noch nicht über mich wusstet (ob ihr sie wissen wollt, ist eine andere Frage – egal, los geht’s).

Nominiert hat mich übrigens Sarah von https://mywenonah.wordpress.com. Es freut mich, dass dir mein Blog gut gefällt, und du an mich gedacht hast bei der Nominierung! Vielen Dank! <3

Frage #1: Warum hast du mit deinem Blog begonnen?

Retro-repeats-p2-dm-haul-lieselotteloves-swatch-swatches-review-meinung-blog-lieselotteloves-Limited-Edition-LE (4)Angesichts der Tatsache, dass es schon abertausende von Beautyblogs mit Produkttests, Hauls, ‚Aufgebrauchts’, Reviews, Tops & Flops und Swatches gibt, ist das eine echt gute Frage. Die BWLer unter uns (und vielleicht auch alle anderen) wissen, dass es ziemlich schwierig ist, sich in einem bereits gesättigten und umkämpften Markt zu etablieren. In BWL war ich nie wahnsinnig gut, also habe ich eben vor drei Monaten meinen eigenen Blog angefangen… Meine Begeisterung für Pflegeprodukte, Make-Up, Nagellack und Sachen, die toll riechen, ist seit meinen frühen Schminkanfängen mit 12 immer nur noch größer geworden – ich werde das Thema einfach NIE über und kann stundenlang in der Drogerie darüber brüten, welche Creme nun die beste für mich ist, welche Foundation zu meinem Hautton passt, welche Lippenstifte ich uuuunbedingt noch brauche und welches Duschgel nun am leckersten riecht. Habe ich mich dann entschieden, erzähle ich es jedem – ob nun mit Blog oder ohne. Mit natürlich noch mehr. Ich habe immer gern meine Erfahrungen mit anderen geteilt, und gebe auch gern (ungefragt) Tipps – so von Frau zu Frau. …obwohl, Mr X berate ich auch. Und andere Männer, die mir über den Weg laufen. Ich bin da erbarmungslos: Jeder, der nicht schnell genug flüchtet, bekommt Tipps.

DSC03608Meine zweite große Leidenschaft neben Leute-nerven ist das Schreiben. Schon immer. Seit ich als ungeschickter Linkshänder kapiert habe, wie ich einen Stift zu halten habe, und dass Linkshändersein vollkommen okay ist (ist es, lasst euch niemals was anderes erzählen!), gab es für mich kein Halten mehr: Ich schrieb Tagebuch, ich schrieb seitenlange Briefe, gerne auch während der von mir sehr geschätzten Bio-Stunden in der Schule, ich schrieb Postkarten, Anekdoten (meine ersten Kolumnen sozusagen), schrieb die längsten Aufsätze, die unsere arme Deutschlehrerin jemals lesen musste, Kurzgeschichten, lange Geschichten, immer hatte ich was zu erzählen. Und wenn ich nichts zu erzählen hatte, machte ich eben daraus eine Geschichte. Als ich dann das Internet entdeckte, fing ich dort an zu schreiben – meine ersten Flirtversuche zum Beispiel waren äußerst erfolgreich, weil ich einfach besser erzählen kann als ich aussehe (und man damals ohne Digitalkamera, Drucker, Scanner und mit begrenztem Upload-Volumen eigentlich nie Bilder von sich online stellte – warum auch? Das Internet war ja gerade so toll, weil man anonym war. Sag’ das mal Facebook und Instagram heute…). Dann schrieb ich für Zeitungen und Zeitschriften, ging zur Uni, studierte Sprachen, schrieb natürlich noch mehr, obwohl mir dieses akademische Schreiben immer Probleme gemacht hat, aber irgendwann hatte ich auch das einigermaßen raus … und fing meinen ersten richtigen Job an, indem ich – ihr erratet es – schrieb. Sinnigerweise Blogbeiträge, Newsletter und Facebook-Postings, was ich in meinem zweiten Job dann ebenfalls tat. Leider nie unter meinem eigenen Namen.

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Einblicke in meinen (Arbeits)-alltag gibt’s bei Facebook, Instagram, Twitter und Snapchat

… und dann kam die Realität: Auf mich hat, trotz meines Studienabschlusses in der Tasche, niemand gewartet in der Arbeitswelt. In der Wirklichkeit. Und natürlich suchen Firmen die Crème de la Crème, die Wunderkinder, die mit 23 einen Master haben. Und mindestens fünf Jahre Berufserfahrung. Und als Berufserfahrung zählen nur Vollzeitjobs, keine Werkstudentenstellen. Auch wenn man die über drei Jahre lang gemacht hat… Ich war frustriert. Ganz klar. Aber gleichzeitig überzeugt davon, auch weiterhin als Beruf zu schreiben. Also, hieß ‚auffallen’ die Devise. Mit eigenen Texten auf einer eigenen Seite mit meinem eigenen Namen darunter. Thema? Klar, Beauty. Aber ich will auch beweisen, dass nur, weil man gern sein Gesicht mit bunten Farben bemalt, man nicht automatisch dumm ist – daher die Idee zu meiner eigenen Kolumne. Und tatsächlich: Meinen ersten richtigen Erwachsenenjob mit Pendlerverkehr, 40 Stunden Arbeit pro Woche, Dienstreisen und abstrus komplizierter Telefonanlage habe ich dank dieses Blogs bekommen. Dank meiner Kolumne. Strike! würde ich das nennen. Und das Texten macht mir tatsächlich auch nach einem Zehn-Stunden-Tag noch Spaß. Zumindest meistens. Manchmal will ich auch einfach nur schlafen. Letzte Woche zum Beispiel.

Frage #2: Könntest du dir vorstellen, neben deinem Blog auch andere Sachen zu schreiben, wie z.B. ein Buch?

Wenn ich jede Frage so ausführlich beantworte wie die erste, dann wird das hier automatisch ein Buch. Ich quatsche halt gern… Ich schreibe ja andere Sachen. Eben acht Stunden täglich. An Büchern habe ich mich mal versucht, aber da ich selbst sowas von kritisch mit Literatur bin, sind meine eigenen Versuche bei mir selbst immer gnadenlos durchgefallen. Geschichten erzählen finde ich nicht schwer – ganze Bücher schon. Das muss ja nicht nur stimmig sein, das muss auch Substanz haben. Und gerade an der mangelt es mir hin und wieder… Also: Vorerst bleibe ich bei Blogs und meiner Arbeit als Texter.

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Frage #3: Wie viele Stunden am Tag kümmerst du dich um deinen Blog?

Als ich noch keine Arbeit hatte: sechs bis acht. Jetzt mit Arbeit: Unter der Woche zwei bis vier, am Wochenende eine bis zwei. Einerseits hätte ich gern mehr Zeit für den Blog, andererseits habe ich mittlerweile in fast allen Bereichen meinen Rhythmus und eine Routine gefunden, und bin daher auch viel schneller als noch vor einiger Zeit.

Frage #4: Wie viele Stunden am Tag verbringst du damit, andere Blogs zu lesen?

20160629_092115-1Das ist ganz unterschiedlich. Manchmal sehe ich viele interessante Beiträge bei meinen Lieblingsbloggern oder ich suche gezielt nach Informationen, und dann lese ich mich auch mal fest für ein bis zwei Stunden. Dann entdecke ich auch gern neue Blogs, lese Beiträge, suche die Blogger bei Facebook oder Instagram, um ihnen zu folgen usw. An anderen Tagen lese ich gar nichts anderes, weil ich auch einfach keine Zeit habe. Ich lese nämlich nicht nur, ich kommentiere auch viel – und das kostet Zeit, weil ich mir immer Mühe gebe, ausführlich auf Beiträge zu antworten.

Frage #5: Was sagst du zur Politik?

Wie? So allgemein? Welche Politik? Welches Land? Welcher Kontinent? Na, ich weiß ja, wie es gemeint ist. Denkt bitte nicht, ich interessiere mich nicht für Politik, auch darüber kann ich stundenlang philosophieren und gerne auch polarisieren. Ich finde aber, dass sich schon genügend Leute über Politik auslassen – und im Gegensatz zu den zahlreichen Meinungen über Pflege und Beauty finde ich das auch genug. Ich kritisiere zwar viele Produkte auf meinem Blog, möchte aber eigentlich die Dinge so positiv wie möglich halten. Das hier soll Spaß machen, ein Zeitvertreib sein, euch informieren und euch gleichzeitig angenehm unterhalten. Nur eins möchte ich gern sagen: Klar, der Spruch ‚schlimmer geht immer’ ist abgedroschen. Trotzdem ist er wahr. Wir haben Probleme in Deutschland und in der EU, aber im Allgemeinen geht es uns wirklich, wirklich gut. So gut, dass wir Zeit, Geld, Möglichkeit und Lust dazu haben, Beautyblogs zu lesen – absoluter Luxus.

Frage #6: Wie würdest du den Welthunger bekämpfen?

Herrje, das nimmt aber kein Ende mit den politisch-sozialen Fragen… Fakt ist: Es müsste niemand Hunger leiden. Fakt ist aber auch, dass Ressourcen ungleich verteilt sind. Das hat natürlich damit zu tun, wer am meisten bezahlt oder den größten Einfluss hat. Bisherige Programme zur Bekämpfung von Hunger haben zwar Erfolge verzeichnen können, scheitern aber dennoch oft an Bürokratie, Kriegen, schlechten Ernten, Korruption und vor allem an uneinsichtigen und bösen Politikern, die lieber alles in die eigene Tasche stecken als ihrem eigenen Volk etwas Gutes zu tun. Meiner Meinung nach müsste man dort ansetzen. Aber ich bin ganz sicher kein Ökonomie- oder Sozial-Experte. Herrscher, die ihr eigenes Volk absichtlich hungern und elend verrecken lassen, und dann um ‚Hilfe’ rufen, machen mich wirklich wütend.

Frage #7: Deine Lieblingssendung / -serie / dein Lieblingsfilm?

liebsterawardLieblingssendung: Soaps schaue ich keine.

Lieblingsserie: Von den aktuellen Serien Game of Thrones und Big Bang Theory, von bereits abgedrehten Desperate Housewives, Gilmore Girls und natürlich das absolut perfekte Scrubs. Le boyfriend und ich schauen zur Zeit übrigens Sons of Anarchy.

Lieblingsfilm: Fragt mal Mr X, der wird euch sagen, dass ich der schlimmste Filmschauer überhaupt bin. Ich bin unruhig, kann mir nichts merken und fange dann an zu meckern. Ich liebe Pixar- und Disney-Filme, manchmal mag ich aber auch schwere Kost. Also: Kein konkreter Lieblingsfilm. Ich kann euch aber mein Lieblingessen sagen: Spätzle mit Soß’.

Frage #8: Dein Lieblingszitat?

Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum. Und: Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter. Haha, seid ihr drauf reingefallen? :D Zitate mag ich überhaupt nicht, wirklich nicht. Die sind ja doch nur aus dem Zusammenhang gerissen oder – sorry – dämlich. Meine Lieblingszeile aus einer veräppelten Karnevalssitzung ist aber (bitte mit hessischem Dialekt denken): Des Wassee rauschd am Wasseefall, wenn’s nemmee rauschd, isch’s Wassee all. To-dö, to-dö, to-dööö!

Frage #9: Gibt es einen bestimmten Autor, den du sehr schätzt, und warum?

DSC03640.JPGIch bin großer Erich-Kästner-Fan. Der Mann konnte schreiben, erzählen und mit den einfachsten Worten phantastische Bilder malen. Und das nicht nur in seinen wunderschönen Kinder- und Jugendromanen, auch weiter darüber hinaus. Notabene 45 habe ich verschlungen, genau wie Die Schule der Diktatoren: Eine Komödie in neun Bildern, Über das Verbrennen von Büchern sowie mein Lieblingsbuch von Erich Kästner Als ich ein kleiner Junge war. Wer gern Literatur zum Nachdenken hat, die sich nicht hinter geschwollenen Wortkonstrukten, Fremdwörtern oder ellenlangen Sätzen versteckt, sollte auch dem Kästner, der Erwachsenenliteratur über seine Kindheit und seine Kriegserinnerungen geschrieben hat, eine Chance geben. Kästner ist einer der wenigen berühmten Menschen, mit denen ich gern mal persönlich gesprochen hätte. Eine faszinierende und unglaublich ehrlich wirkende Persönlichkeit.

Frage #10: Welche drei Dinge würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen, und wen?

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Das ist natürlich nur eins meiner Täschchen mit Schminke … Ihr dachtet doch nicht, das wäre alles?!

Nun, packe ich meinen Koffer, packe ich immer zu viel. Habe ich alle meine sieben – oder tausend – Sachen dabei, fühle ich mich wohl. Dürfte ich also für eine einsame Insel nur drei Sachen packen, ich wäre aufgeschmissen. Und wahrscheinlich hätte ich nichts dabei, was mir dann auf einer einsamen Insel wirklich weiterhelfen würde. Dort wäre ich nämlich erst recht aufgeschmissen. Kein Internet? Wie soll ich denn online gehen und mein Leben leben? Kein fließendes und vor allem warmes Wasser? Ihr verarscht mich doch. Kein bequemes Bett? Hahaha, nein danke. Also brauche ich nur eins: Ein aufgeladenes Satellitentelefon mit gespeicherten Nummern, mit dem ich sämtliche Küstenwachen, die deutschen Botschaften in allen Ländern dieser Welt und unsere Bundeskanzlerin persönlich so lange vollheule, bis sich irgendwer erbarmt und mich da so schnell wie möglich wieder abholt. Einsame Insel? Nicht so meins. Mich zwei Tage in meiner Wohnung einschließen mit Internet, Bett und gefülltem Kühlschrank? Kann ich prima.

Und wir sind durch! Sollte man so viel schreiben? Naja, ist halt jetzt so passiert. Ruft mal ‚hier’ oder ‚ich’, wenn ihr bis zum Ende gelesen habt und schreibt es mir in die Kommentarbox! Dort dürft ihr auch selbst gern alle zehn Fragen oder auch nur die ein oder andere beantworten: Was ist denn EUER Lieblingszitat, hm? Wärt ihr happy auf einer einsamen Insel? Und was mich auch brennend interessieren würde: Wie seid ihr auf meinen Blog aufmerksam geworden? Und warum genau seid ihr geblieben?

Wie? Du hast noch nicht genug? Gut, dann kommen hier weitere Beiträge für dich:

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5 Kommentare zu „Kolumne #8: 10 Dinge, die ihr noch nicht über mich wusstet // Der ‚Liebster’-Award

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