Kitchen Corner #3 mit Mister X: Clafoutis mit Sauerkirschen – besser als jeder Sonntagsbraten

Statt einen Beitrag über Sonntagsessen gibt es heute die volle Dröhnung Nachtisch. Schmeckt sowieso besser. Und ist besser für die Figur – einbilden kann ich es mir ja, oder?

Clafoutis-mit-Kirschen-französischer-Nachtisch-Dessert-Sauerkirschen-lieselotteloves (14).JPGDie Franzosen, die diese Köstlichkeit erfunden haben (wer auch sonst?), essen ihren Clafoutis schon kalt zum Frühstück, gerne aber auch lauwarm zum Abendessen. Die Füchse. Ein Clafoutis wird übrigens wie ein Kuchen gebacken, der Teig ähnelt dabei aber sehr dem eines Pfannkuchens, der dann durch das viele Ei darin stockt. Erster Eindruck: Lecker. Also, los zum Rezept!

  • Ein großes Glas abgetropfte Sauerkirschen
  • 100 Gramm Mehl
  • 90 Gramm Zucker
  • 4 Eier
  • Eine Prise Salz
  • 125 ml Sahne*
  • 125 ml Milch*

*Je nach Geschmack – oder Leibesumfang – kann man die Mengen variieren, und mehr Milch oder mehr Sahne verwenden. Für die ganz Kalorienbewussten empfehle ich, die Sauerkirschen pur, ohne Milch und ohne Sahne, zum Nachtisch zu essen. Alle anderen nehmen bitte auch etwas Sahne. Wenn uns die Sahne nicht umbringt, dann eben was anderes.

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Zubereitung: Als Erstes kommen die abgetropften Kirschen in eine (eingefettete) Auflaufform – immer schon in Reih und Glied (so haben wir es gemacht, und im Endeffekt war es vollkommen schnuppe. Macht sich aber auf den Fotos ganz hübsch).

Danach das Mehl mit dem Zucker, den Eiern und der Prise Salz in einer Schüssel zusammengeben und mit einem Schneebesen verrühren bis eine homogene Masse entsteht. Sahne-Milch-Gemisch langsam dazu geben und dabei weiter umrühren. Keine Angst: Der Teig ist jetzt sehr flüssig, fast flüssiger als Pfannkuchenteig.

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Der Teig wird dann vorsichtig, ohne zu viele Blasen zu werfen, auf die Sauerkirschen gegossen. Die kleinen, süßen Sauerkirschen schwimmen dann fröhlich oben auf dem Teig und freuen sich auf den Ofen. Die Mischung kommt bei 180°C für 30 bis 40 Minuten (bei uns waren es 35 Minuten) in den Backofen. Snobs mit Umluft wählen bitte 160°C. Fertig ist der Clafoutis, wenn er oben eine gold-gelbe Kruste (siehe Fotos) gebildet hat.

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Servieren: Clafoutis schmeckt gut lauwarm, ist aber auch kalt sehr lecker. Wir haben ihn direkt aus der Schüssel geschöpft und ohne alles Weitere gegessen. Für die ordentliche Portion an Nachtisch holten wir uns Familie dazu – man war einhellig begeistert und behielt die Reste gleich ein unter vielen Beteuerungen, uns nur die Kalorien und die ‚Last‘, den Clafoutis aufessen zu müssen, abzunehmen.

Geschmack: Konsistenz und Aussehen erinnern an einen sehr festen Pudding. Der feste, aber dennoch cremige Teig schmeckt deutlich nach Ei und Sahne – also nach viel Liebe und natürlichen Zutaten. Ich liebe an Clafoutis, das man so viele Kirschen bekommt. Sie sind üüüüberall, lockern den Teig auf, geben Geschmack und sind schön fruchtig.

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Da wir zum ersten Mal Clafoutis gemacht haben, sind uns bei paar Variationen und Verbesserungen eingefallen, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

  • Das Mark einer Vanilleschote wäre sicherlich sehr lecker und passend zum Eierteig und den Kirschen.
  • Auch lecker wäre es, wenn man Mandelblättchen über den Clafoutis gibt. Ich würde diese aber nicht die gesamte Zeit mitbacken, sondern etwa 10 Minuten vor Schluss darüber geben.
  • Schön ist sicherlich auch Puderzucker, den man nach Erkalten des Clafoutis darüber streut. In dem Fall würde ich die Menge an Zucker im Teig etwas reduzieren. Mister X sieht das anders; für ihn hätte unser Clafoutis auch süßer sein können.
  • Lecker dazu: Eis oder Sahne. Pur macht er aber auch Spaß.

Ihr seht: Rezept und Zubereitung sind kinderleicht. Keine Eier trennen, nichts steif schlagen, kaum verschiedene Arbeitsschritte. Und wie so oft: Das Einfachste ist auch gleichzeitig das Leckerste. So schmeckt der Clafoutis natürlich, nach viel Liebe und einfach nur lecker. Ausprobieren lohnt sich, zumal man die meisten der Zutaten sowieso Zuhause hat – perfekt für den Sonntag, wenn man nicht einkaufen kann, aber gern einen selbstgemachten, frischen Nachtisch hätte.

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11 Kommentare zu „Kitchen Corner #3 mit Mister X: Clafoutis mit Sauerkirschen – besser als jeder Sonntagsbraten

  1. Om nom nom! Kirschen sind zwar nicht im Haus, aber ich habe noch zwei Packungen mit TK-Beeren, die weg müssen (bevor du dich jetzt fragst „wieso sollen die weg, sind doch TK?“, ich brauche den Gefrierschrank um das Fleisch für den Hund zu verstauen, wenn meine Eltern uns besuchen –> Prioritäten!!)

    Der Teig geht ziemlich auf, oder? Wir haben eine Tarteform zu Hause, aber so wie es auf den Bildern aussieht, wird die vermutlich zu flach sein (und der Backofen danach vollgesaut).

    Einen schönen Sonntagnachmittag!

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    1. Mit Beeren geht das Rezept natürlich auch! Nimm so 450-600 Gramm. Der Teig geht ein wenig auf beim Backen, aber nicht viel – ist ja kein Backpulver drin. Die Form muss also nicht besonders hoch sein. Wenn sie groß ist, verteilt sich der Teig gut und ist eher flach – bei einer kleineren Form ist er natürlich dicker. Jede Form, die in den Ofen kann, sollte gehen. Zur Sicherheit stellst du die Form im Ofen eben auf Backpapier. Sollte dann doch was daneben gehen, ist es nicht schlimm :) Viel Spaß beim Ausprobieren!

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