Kolumne #1: Echt jetzt? Noch ein Blog? – Jawohl, ganz genau!

Während findige Jugendliche und junge Erwachsene Youtube und Blogs schon vor Jahren für sich entdeckt haben und mittlerweile häufig auch sehr lukrativ damit arbeiten, habe ich die Inhalte bisher hauptsächlich konsumiert statt aktiv etwas selbst zu gestalten. Und plötzlich sticht mich die Hummel und ich mische mit im großen Internet-Zirkus. Warum? Meine erste Kolumne widme ich den berühmten W-Fragen rund um meinen eigenen Blog.

Gut, dass ich ein Neuling in Sachen Blogs und Social Media bin, stimmt so nicht. Über drei Jahre habe ich während meines Studiums als Werkstudentin für verschiedene Arbeitgeber gebloggt, gepostet, und alles weg-getextet, was nicht bei drei aufm Baum war. Schreiben macht mir einfach Spaß und ich bilde mir ein – zutiefst bescheiden wie ich bin, dass ich meine Sache auch ganz gut gemacht habe und mache. Leider hat man als Werkstudentin nicht allzu viele kreative Freiheiten. Außerdem war mir mein Aufgabengebiet zu beschränkt. Ich bin zwar noch nicht der größte Fan vom ästhetischen Fotografieren leerer Produktschachteln (wie machen die das auf Instagram nur alle?! Das sieht aus wie direkt aus der Vogue!), aber ich wollte alle Bereiche eines Blogs gern kennen lernen und selbst dran arbeiten: wordpress, HTML, SEO, Social Media, fotografieren, einen Redaktionsplan haben – und sich dran halten!, und natürlich: schreiben, schreiben, schreiben über alles, was mir Spaß macht, jawohl! Und das geht eben am besten mit einem eigenen Blog. So weit, so logisch.

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Gerne hätte ich nach meinem Studium auch sofort zu arbeiten angefangen. Gerne bloggen, gerne Social Media, gern kreativ. Naiv wie ich bin, dachte ich tatsächlich, recht einfach einen Job zu finden. Mit meiner Erfahrung, meinen Noten, meiner Auslandserfahrung, meiner Art. Haha, ich Idiot. Oder sind vielleicht die anderen die Iidioten? Idioten, die jungen Leuten mit wenig Erfahrung kaum eine Chance geben? Dazu mal in einer anderen Kolumne mehr. Fakt ist aber, dass die wenigsten Arbeitgeber Zeit damit ‚verschwenden’ wollen, ihre Mitarbeiter einzuarbeiten. Man soll gleich alles können, was ich oben aufgelistet habe und was zu einem Blog gehört. Alles. Perfekt. Monitoring und Erfolgskontrolle natürlich nicht zu vergessen. Wenn ich all das schon perfekt könnte, hätte ich sicherlich seit Jahren einen Blog, von dem ich fürstlich leben könnte. Ich lerne noch. Und das sehr gern. Naja, muss ich eben erstmal unbezahlt lernen, Fehler machen, Rückschläge einstecken und hoffentlich wachsen. Total realistische Zukunftsvision: Irgendwann kommen sie alle angekrochen, die großen Firmen und bereuen es, mich nicht schon im zarten Alter von 19 eingestellt zu haben. Ha! Das wär’s. Bis dahin – oder bis ich vielleicht doch noch Arbeit finde – bin ich eben meiner eigener Boss mit meinem Beauty/Food/Travel-Blog.

Kritik, dass Mädels nur Fashion und/oder Beauty machen, liest man im Internet zuhauf. Aber was soll ich machen? Ich kriege Schnappatmung, wenn eine neue Limited Edition angekündigt wird; ich freue mich wie ein kleines Kind, wenn ich aus der Drogerie komme und neben Putzmittel und Klopapier auch ein Fläschchen Nagellack im Shopping-Beutel ist; ich schnuppere mich gern durch das gesamte Douglas-Sortiment; und wenn ich eine Woche lang nicht bei dm war, fehlt mir was. Ja, ich bin ein Beauty-Mädel. Ein ganz typisches. Ja und? Es macht mir nun mal Spaß. Wie die anderen großartigen Blogger(-innen) da draußen bin ich deswegen nicht hohl oder oberflächlich. Ich kann denken. Trotz Make-up im Gesicht. Verrückt. Seriöse Themen findet ihr hier in der Kolumne (naja, ich versuche es), in meiner Rubrik ‚Buch des Monats’ und in meinem Reisetagebuch, das ich plane.

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Typisches Blogger-MacBook: Check. Sonst bin ich eher ‚uncool‘ unterwegs mit meinem Samsung Galaxy Alpha (das ich wirklich toll finde) und meinem klassischen PC mit Windows 7 – ich bin da richtig old school und arbeite lieber an einem großen Computer… Außerdem total seltsam: Ich habe einen Terminplaner und und ein Notizbuch –  und schreibe auf Papier. Mit einem Stift. Woooooaaaah!

Also findet ihr hier noch einen typischen Mädels-Blog. Warum solltet ihr ihn denn lesen, wenn er so typisch ist? Kann ich ehrlich gesagt nicht beantworten. Muss jeder selbst rausfinden. Aber ich weiß, was ich selbst gern lese: Freche Texte, lustig, sarkastisch und selbstironisch. Und meine Lieblings-Youtube-Channel sind die, auf denen nicht immer alles ganz perfekt läuft. Kein Hochglanz-Abklatsch einer Frauenzeitschrift, sondern junge Frauen, mit denen ich gern befreundet wäre. Lustig, ehrlich, authentisch und manchmal tollpatschig. Ich mag Produkt- und Markenvergleiche, Neuigkeiten, Bewertungen, Meinungen und amüsante Geschichten aus dem Leben – und all das könnt ihr bei mir finden.

Was das Internet angeht, bin ich übrigens ein richtiger Junkie. Mister X, das ist mein Freund, droht mir öfter damit, mir mein Handy wegzunehmen. Ich bin gern auf Youtube, schaue dort von Tutorials bis Comedy alles; Snapchat finde ich, obwohl ich absolut nicht die Zielgruppe bin, großartig; Instagram macht mich glücklich und neidisch gleichzeitig, und auf Facebook lese ich Nachrichten und viele, viele wunderschöne und menschenfreundliche (hust! hust!) Kommentare. Da muss ich doch auch mal mitmischen, sagst du? Sehe ich genauso! Ich bin schrecklich nervös und aufgeregt, was alles passieren wird – und ob überhaupt was passieren wird. Ich habe Bammel und freue mich gleichzeitig so sehr auf meinen ganz eigenen Blog. Also dann, here I go!

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5 Kommentare zu „Kolumne #1: Echt jetzt? Noch ein Blog? – Jawohl, ganz genau!

  1. Ersteinmal meinen Respekt dafür, dass du einen so tollen Text verfassen kannst. Der regt zum weiterlesen und nicht weiterscrollen an… Ich bin wirklich begeistert. Vielleicht willst du ja auch mal auf meinem Blog schauen. auch ein kleines, beauty-addicted Mädl dass auch „Entzugserscheinungen“ bekommt. is dahin…

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